Seltene Jugendstil-Vase von J. P. Kayser gibt Rätsel über ihre Herkunft auf
Hans-Helmut RuppersbergerSeltene Jugendstil-Vase von J. P. Kayser gibt Rätsel über ihre Herkunft auf
Ein seltenes Jugendstil-Vase, gefertigt in der renommierten Werkstatt von J. P. Kayser, steht im Mittelpunkt einer neuen Forschungsarbeit des Deutschen Zinnmuseums. Das mit filigranen Zinnrosen-Applikationen verzierte Stück stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und trägt die Marke der historischen Kayser-Gießerei aus Krefeld. Museumsexperten rufen nun die Öffentlichkeit auf, mögliche Informationen über ähnliche Objekte aus dem Hause Kayser zu teilen.
Die Vase entstand nach 1908 in Krefeld-Oppum, wo J. P. Kayser seit 1851 Zinnwaren herstellte. Bekannt für seine aufwendigen Designs, avancierte das Unternehmen besonders in den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren zu einem begehrten Namen – Art-Nouveau-Zinn galt damals fast als Statussymbol. Engelbert Kayser, der kreative Kopf der Marke, prägte ihren Ruf bei Sammlern und Museen weltweit.
Das Deutsche Zinnmuseum besitzt bereits mehrere Messingstücke mit dem Kayser-Stempel. Nun wird unter der Leitung von Dr. Marilena Calcara, die am 1. August 2025 die Forschung im Museum übernahm, die Herkunft und Geschichte der Vase genau untersucht. Die Institution hofft, dass öffentliche Hinweise weitere Erkenntnisse über ihre Vergangenheit liefern.
"Kayserzinn" bleibt bis heute ein geschätzter Name in der angewandten Kunst, und die aktuelle Untersuchung könnte neue Einblicke in das Handwerk und das Erbe der Krefelder Werkstatt bringen. Mit dem Aufruf zur Mithilfe möchte das Museum die Spur der Vase nachzeichnen und ihren Platz in der Produktionsgeschichte von Kayser klären. Im Verlauf der Forschungen könnten die Ergebnisse das Verständnis für den Einfluss der Marke auf Jugendstil-Zinnwaren vertiefen – dabei könnte die Unterstützung der Öffentlichkeit entscheidend sein, um die Geschichte dieses Objekts zu rekonstruieren.






