14 March 2026, 20:12

Siemens Mobility baut riesige Montagefabrik für Regionalzüge in Duisburg

Ein Fabrikinnenraum mit Trägern, einer Treppe, Geländer, Containern, Lichtern, Rohren und Wänden.

Siemens Mobility baut riesige Montagefabrik für Regionalzüge in Duisburg

Duisburg erhält industriellen Schub: Siemens Mobility baut neue Produktionshalle in Logport I

Duisburg steht vor einem bedeutenden industriellen Aufschwung: Siemens Mobility errichtet in Logport I eine neue Produktionshalle, deren Bau im März 2026 beginnen soll. Es handelt sich um das erste Großprojekt dieser Art seit dem Abriss der Krupp-Längshallen. Anders als frühere, vor allem logistisch ausgerichtete Vorhaben wird die neue Halle als vollständige Montagefabrik für Regionalzüge dienen.

Die 200.000 Quadratmeter große Halle wird mit fünf internen Kransystemen, zwei 223 Meter langen Gleisabschnitten und zwei 200 Meter langen Wartungsgruben ausgestattet. Dank des direkten Gleisanschlusses sollen Logistikprozesse optimiert, Lkw-Fahrten reduziert und die Emissionen innerhalb von Logport I gesenkt werden.

Siemens Mobility leidet derzeit unter Platzmangel am Standort Uerdingen, was den Umzug nach Logport I notwendig macht. Wie Matthias Wittemer vom Unternehmen bestätigte, wird die Halle als reine Montagefabrik genutzt – und nicht bloß als Logistikzentrum.

Für den Duisburger Hafenbetreiber Duisport markiert das Projekt einen Wendepunkt. Wie CEO Markus Bangen erläuterte, sei seit dem Abriss der Krupp-Längshallen 2023/24 kein vergleichbares Industrie- oder Logistikprojekt in der Region entstanden. Die noch betriebenen Querhallen seien zwar sanierungsbedürftig, könnten aber nicht geschlossen werden. Bangen sieht in der Siemens-Investition die Chance, messbaren wirtschaftlichen Nutzen zu schaffen und das Image der Logistikbranche aufzuwerten.

Auch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link zeigte sich optimistisch und bezeichnete das Vorhaben als "positiven Schritt für die Stadt". Während frühere Duisport-Projekte wie die Rollencoaster-Bahn Tiger & Turtle oder die Mercatorinsel gemischte Reaktionen hervorgerufen hätten, deute dieser industrielle Impuls auf eine neue Ausrichtung hin.

Der Bau der Siemens-Mobility-Halle beginnt Anfang 2026 und kombiniert Montagekapazitäten mit nachhaltigen Verkehrsanbindungen. Durch ihre Größe und Funktion hebt sie sich deutlich von früheren Duisport-Projekten ab. Die Anlage soll die industrielle Basis Duisburgs stärken und die Abhängigkeit vom Straßengüterverkehr verringern.

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