Solarausbau in Deutschland bremst 2025 deutlich ein – Rückgang um 11,5 Prozent
Franz Josef SchlosserSolarausbau in Deutschland bremst 2025 deutlich ein – Rückgang um 11,5 Prozent
Deutschlands Solarausbau verliert im ersten Halbjahr 2025 an Fahrt
Der Zubau an Solarenergie in Deutschland hat sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 verlangsamt. Die neu installierte Photovoltaik-Leistung sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,5 Prozent. Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verzeichneten in ihren aktuellen Zahlen gemischte Ergebnisse.
Bundesweit erreichten die neu installierten Solaranlagen von Januar bis Juni 2025 eine Leistung von 7.347 Megawatt – ein Rückgang gegenüber den 8.300 Megawatt, die im ersten Halbjahr 2024 hinzukamen.
In Baden-Württemberg ging das Wachstum um 15 Prozent zurück, wobei 988 Megawatt neu installiert wurden. Frühere Schätzungen der LEE NRW hatten noch von rund 1.039 Megawatt bis Ende Juli ausgegangen. Der tatsächliche Rückgang lag bei etwa 10 Prozent und fiel damit etwas geringer aus als im Bundesschnitt. Freiflächen trugen maßgeblich dazu bei, dass drei Kommunen der Region in der „Photovoltaik-Liga“ an der Spitze lagen.
Nordrhein-Westfalen baute 940 Megawatt zu – ein Minus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl das Land bundesweit den dritten Platz bei den Gesamtinstallationen belegt, verlangsamte sich die Geschwindigkeit neuer Projekte auf nahezu die Hälfte des nationalen Tempos.
Bayern verzeichnete mit etwa 2 Prozent einen deutlich geringeren Rückgang. Behörden wiesen darauf hin, dass nachgemeldete Daten die Bilanz noch ins Positive drehen könnten.
Der insgesamt gedämpfte Zubau an Solarkapazitäten spiegelt übergeordnete Trends in der Branche wider. Sowohl Baden-Württemberg als auch Nordrhein-Westfalen mussten Rückgänge hinnehmen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Die Zahlen unterstreichen die regionalen Unterschiede beim Fortschritt der erneuerbaren Energien in Deutschland.
