02 April 2026, 22:13

Solingen diskutiert zivil-militärische Zusammenarbeit gegen wachsende Bedrohungen für kritische Infrastrukturen

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die Standorte der National Geospatial Intelligence Agency hervorhebt, mit geografischen Merkmalen und fetter, zentrierter Schrift.

Solingen diskutiert zivil-militärische Zusammenarbeit gegen wachsende Bedrohungen für kritische Infrastrukturen

Veranstaltung in Solingen: Militär, Polizei und Rettungskräfte diskutieren zivil-militärische Zusammenarbeit angesichts wachsender Bedrohungen

Eine kürzliche Veranstaltung in Solingen brachte Vertreter des Militärs, der Polizei und der Rettungsdienste zusammen, um über die zivil-militärische Zusammenarbeit in Zeiten zunehmender Gefahren zu sprechen. Organisiert von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen, stand die Tagung unter dem Motto des 70-jährigen Bestehens der Bundeswehr und konzentrierte sich auf den Schutz kritischer Infrastrukturen sowie die gesellschaftliche Resilienz.

Die MIT-Veranstaltung mit dem Titel "Innere Sicherheit in Zeiten erhöhter Bedrohungen – Wie sieht die zivil-militärische Zusammenarbeit aus?" versammelte führende Persönlichkeiten aus den Bereichen Sicherheit und Verteidigung. Generalmajor Andreas Henne, Leiter der Abteilung Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, skizzierte ein Szenario koordinierter Angriffe auf zivile Infrastrukturen bis zum Jahr 2028. Er forderte eine Stärkung der mentalen, organisatorischen und militärischen Vorbereitung, um neuen Risiken entgegenzutreten.

Markus Röhrl, Polizepräsident des Bergischen Städtedreiecks, erläuterte, wie die Sicherheitsbehörden Krisen gemeinsam mit dem Militär bewältigen. Seit Einführung des Konzepts "Territoriale Aufgaben" durch die Bundeswehr habe sich die Zusammenarbeit intensiviert – etwa durch gemeinsame Übungen und rechtliche Grundlagen wie Artikel 35 des Grundgesetzes, die den Einsatz bei Katastrophenhilfe, Terrorabwehr und Logistik regeln. Als Beispiel nannte er die "Getex"-Übung im März 2026 in Schleswig-Holstein, an der 1.000 Kräfte – darunter Bundeswehr, Landes- und Bundespolizei – teilnahmen und unter anderem Drohnenabwehr, Bootskontrollen und Bombenentschärfung trainierten.

Die Veranstaltung beleuchtete zudem bestehende Unterstützungsnetzwerke wie die 16 Landeskommandos, 31 Verbindungskommandos und 404 örtliche Kommandostellen, die Polizei und Zivilbevölkerung in Notlagen unterstützen. Der "Operationsplan Deutschland" (O-Plan) koordiniert darüber hinaus die Zusammenarbeit der Bundeswehr mit der Berliner Polizei, Verkehrsbehörden und Logistikteams zum Schutz der Infrastruktur. Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Solingen, betonte, dass die Stadt ihre Schutzmaßnahmen für Wasser-, Strom- und Gasversorgung weiter ausbaue.

Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, unterstrich die Notwendigkeit, Freiheit, Frieden und Demokratie zu verteidigen. Zum Abschluss der Veranstaltung rief sie dazu auf, langfristige Abwehrfähigkeiten aufzubauen, um nachhaltige Sicherheit zu gewährleisten.

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Die Diskussionen in Solingen machten deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Deutschem Roten Kreuz und kommunalen Behörden ist. Angesichts der wachsenden Bedrohungen für kritische Infrastrukturen erweitern die Behörden gemeinsam Übungen, rechtliche Rahmenbedingungen und Maßnahmen zur Stärkung der öffentlichen Resilienz, um bestmöglich vorbereitet zu sein.

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