05 April 2026, 02:13

Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Nachbarregionen ab

Eine kleine, weiße Kirche mit einem Turm und einem Kreuz steht in einem Feld, umgeben von einem Zaun und hohen Bäumen, mit dem Text "Kirche der Interzession an der Nerl" unten sichtbar.

Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Nachbarregionen ab

Kirchenkreis Solingen berät über Fusion mit Nachbarregionen

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen kommt an diesem Wochenende zu seiner Herbstsynode in der Stadtkirche Mitte am Fronhof zusammen. Ein zentraler Tagesordnungspunkt ist der geplante Zusammenschluss mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Die Gespräche über die mögliche Fusion begannen im Sommer 2025 und sollen nun in eine formelle Abstimmung münden.

Auf der Synode stehen zudem finanzielle Updates, eine Ehrung für Pfarrerin Astrid Klumb sowie die Vorstellung des Jahresberichts von Superintendentin Ilka Werner an. Sollte der Zusammenschluss beschlossen werden, könnte der Prozess drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen.

Erste Gespräche über eine Fusion mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg hatten bereits im vergangenen Sommer begonnen. Seitdem hat eine gemeinsame Sitzung aller drei synodalen Gremien den Plan unterstützt und empfohlen, das Verfahren offiziell im Januar 2026 zu starten.

Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass die aktuelle Größe des Kirchenkreises Solingen die Aufrechterhaltung voller Eigenständigkeit erschwere. Eine Fusion würde ihrer Meinung nach effizientere Strukturen schaffen, ohne die lokale Entscheidungshoheit einzuschränken. Die Solinger Gemeinden schlagen vor, innerhalb des neuen Kirchenkreises eine eigene Region zu bilden, um ihren Einfluss auf lokale Belange zu wahren.

Das Programm der Synode ist dicht gefüllt: Am Freitagabend stehen Finanzfragen und die Würdigung von Pfarrerin Astrid Klumb auf der Agenda. Die Samstagssitzung beginnt mit einem Grußwort des neu gewählten Solinger Oberbürgermeisters Daniel Flemm, gefolgt vom Jahresbericht von Superintendentin Werner. Ein zentraler Punkt ist die Abstimmung über den Start des Fusionsverfahrens, zudem wird über die Initiative "Klingenkirche 2030" diskutiert.

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen umfasst derzeit mindestens drei Gemeinden: die Evangelische Kirchengemeinde Wald, die Luther-Kirchengemeinde in Ohligs und die Stadtkirchengemeinde im Zentrum. Eine Fusion würde die Governance-Strukturen dieser Gemeinden verändern, auch wenn der genaue Zeitplan noch unklar ist.

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Die Entscheidung der Synode an diesem Wochenende wird darüber bestimmen, ob das Fusionsverfahren Anfang 2026 beginnt. Bei einer Zustimmung könnte der Übergang mehrere Jahre dauern, wobei in jeder Phase wichtige Weichenstellungen erfolgen.

Die Solinger Gemeinden würden innerhalb des neuen Kirchenkreises einen Teil ihrer lokalen Autonomie behalten. Das Ergebnis der Synode wird auch Auswirkungen auf laufende Projekte haben, darunter die Initiative "Klingenkirche 2030".

Quelle