07 May 2026, 00:16

Streit um Eintrittsgeld: Gräfrath-Marktfest in Solingen schließt Ältere aus

Eine große Gruppe von Menschen marschiert durch eine Straße in Hong Kong und hält Protestschilder hoch, wobei Bäume, Glasfassaden, Gebäude und Fahrzeuge zu sehen sind.

Streit um Eintrittsgeld: Gräfrath-Marktfest in Solingen schließt Ältere aus

Kontroverse um Eintrittsgelder beim Gräfrath-Marktfest in Solingen

Das traditionelle Gräfrath-Marktfest in Solingen sorgt für Aufsehen, nachdem die Veranstalter eine Eintrittsgebühr von 10 Euro eingeführt haben. Der Seniorenbeirat – insbesondere seine Arbeitsgruppe zur Altersarmut – kritisiert diesen Schritt als ungerecht gegenüber älteren Bürgern. Für viele hat das Fest eine tiefe soziale Bedeutung, die über bloße Unterhaltung hinausgeht.

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Die neue Gebühr markiert einen Bruch mit der bisherigen offenen und zugänglichen Ausrichtung der Veranstaltung. Die Organisatoren begründen die Maßnahme mit steigenden Sicherheitskosten, doch Kritiker argumentieren, dass die Besucher diese finanzielle Last nicht tragen sollten. Die Debatte hat sich zu einer grundsätzlichen Frage ausgeweitet: Wer kann sich die Teilhabe am lokalen Gemeinschaftsleben noch leisten?

Der Seniorenbeirat weist darauf hin, dass Altersarmut in Solingen ein reales Problem ist – viele Senioren leben an der Grenze des finanziell Machbaren. Ein als Teilrückerstattung angebotener 2-Euro-Gutschein für Essen mildert die Belastung kaum. Zwar gibt es am Sonntag einen kostenlosen Familientag, doch dies helfe älteren Menschen, die allein leben, kaum weiter, so der Beirat.

Als Reaktion fordert der Rat fairere Alternativen. Vorschläge reichen von gestaffelten Preisen über Seniorenermäßigungen bis hin zu höheren Zuschüssen der Stadt. Ohne Änderungen, warnen die Vertreter, werde die Eintrittsgebühr genau die ausschließen, für die das Fest ein wichtiger sozialer Anker ist.

Der Streit um das Gräfrath-Marktfest spiegelt größere Sorgen um Bezahlbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe wider. Ältere Bürger, die ohnehin unter finanziellen Druck stehen, drohen nun, von einem langjährigen Gemeinschaftsereignis ausgeschlossen zu werden. Der Seniorenbeirat appelliert weiterhin an die Verantwortlichen in Solingen, eine Lösung zu finden, die das Fest für alle zugänglich erhält.

Quelle