Streit um Theaterabriss: SG_zukunft warnt vor Kosten, Verkehrschaos und mangelnder Neutralität
Franz Josef SchlosserStreit um Theaterabriss: SG_zukunft warnt vor Kosten, Verkehrschaos und mangelnder Neutralität
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an der Szenariostudie zum Theater- und Konzertsaal der Stadt geübt. Sie warnt vor finanziellen, ökologischen und verkehrstechnischen Risiken, die mit den geplanten Änderungen einhergehen. Zudem stellt die Gruppe die Unabhängigkeit der Studie infrage und lehnt den Abriss des bestehenden Gebäudes ab.
SG_zukunft zweifelt die Glaubwürdigkeit der Untersuchung an, da diese vom Stadtverwaltung in Auftrag gegeben wurde und auf deren eigenen Daten basiert. Die Fraktion bemängelt, dass dies Zweifel an der Neutralität der Ergebnisse aufkommen lässt.
Konkret wendet sich die Gruppe gegen Pläne, das Theater und den Konzertsaal abzureißen, um Platz für eine neue Feuerwehr- und Rettungswache zu schaffen. Kulturelle Werte ließen sich nicht allein in wirtschaftlichen Kennziffern messen, betont SG_zukunft und plädiert für den Erhalt der bestehenden Bauten.
Besondere Sorge bereiten den Kritikern die finanziellen Risiken – als abschreckendes Beispiel wird die Kostenexplosion beim Neubau der Feuerwehrwache in Ohligs genannt. Zudem warnen sie vor Verkehrschaos durch einen möglichen Neubau am Standort. Auch ökologische Bedenken werden vorgebracht, etwa die graue Energie des Gebäudes und ein unterirdischer Bunker unter der Anlage.
Die Fraktion bleibt skeptisch gegenüber dem Abrissvorhaben und den weiteren Planungen. In den kommenden Tagen werden die politischen Gremien über die Zukunft des Veranstaltungsorts beraten.
Die Debatte um das Theater und den Konzertsaal droht weiter an Schärfe zu gewinnen. Die städtischen Ausschüsse werden die Vorschläge bald detailliert erörtern. Die Kritik von SG_zukunft erhöht den Druck, die aktuelle Strategie und ihre Grundlagen neu zu bewerten.
