04 May 2026, 08:15

Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenverteilung mit automatisiertem System

Weißer Tisch mit einer Pillendose, die Pillen enthält, und einem Stethoskop daneben, Pillendose mit Text beschriftet.

Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenverteilung mit automatisiertem System

Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenabgabesystem auf bis zu 600 Patientenbetten

Die Uniklinik Köln baut ihr automatisiertes System zur Medikamentenverteilung aus und versorgt damit künftig bis zu 600 Patientenbetten. Ziel ist es, das Pflegepersonal zu entlasten und gleichzeitig die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen. Seit 2018 setzt das Krankenhaus auf diese Technologie und zählt damit zu den ersten in Deutschland, die ein solches System eingeführt haben.

Das System funktioniert, indem es Tabletten einzeln verpackt – versehen mit vollständigen Etiketten, die den Namen des Patienten, den Wirkstoff und die Dosierungsanweisungen enthalten. Die Medikamente stammen direkt aus der zentralen Krankenhausapotheke. Jedes Fach der Maschine enthält unterschiedliche Arzneimittel, was eine präzise Verteilung gewährleistet.

Vor der Einführung dieses Systems mussten Pflegekräfte nachts Tablettenpackungen auspacken und die Medikamente für sieben Tage in Fächer sortieren. Die neue Methode macht diesen Schritt überflüssig, reduziert Fehlerquellen und spart Zeit. Zudem verringert sich der Plastikmüll, da die Tabletten nun direkt aus Großpackungen in die Verpackungsmaschine gefüllt werden, statt wie bisher in folienversiegelte Blister verpackt zu sein.

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Bis 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser ähnliche automatisierte Systeme einführen – andernfalls drohen ihnen finanzielle Sanktionen der Krankenkassen. Der Erfolg des Kölner Modells gilt dabei als Vorbild für andere Einrichtungen.

Durch die Erweiterung des Systems in der Uniklinik Köln entfällt für das Pflegepersonal das manuelle Sortieren von Tabletten, und das Risiko von Fehlern sinkt. Gleichzeitig wird Abfall vermieden, da überflüssige Verpackungen wegfallen. Angesichts verschärfter Vorschriften wird erwartet, dass in den kommenden Jahren immer mehr Krankenhäuser auf diese Technologie setzen.

Quelle