VAR im Fußball: Warum Fans, Trainer und Experten das System jetzt offen infrage stellen
Hans-Helmut RuppersbergerVAR im Fußball: Warum Fans, Trainer und Experten das System jetzt offen infrage stellen
Die Kritik am Videoschiedsrichter (VAR) im deutschen Fußball hat sich in den letzten Tagen weiter zugespitzt. Fans, Trainer und Experten stellen das System zunehmend offen in Frage – sowohl seine Fairness als auch seine Zuverlässigkeit. Der jüngste Frust entzündet sich an mehreren umstrittenen Entscheidungen in aktuellen Bundesliga-Spielen.
Lothar Matthäus machte den Anfang und übt scharfe Kritik nach dem Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln. Er bezeichnete die Schiedsrichterentscheidungen als inkonsistent und ließ sogar eine Beleidigung gegenüber den Offiziellen fallen. Besonders verärgert zeigte er sich, als er eine umstrittene Szene aus diesem Spiel mit einem Foul von Harry Kane im Duell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund verglich – ein Vergehen, das seiner Meinung nach unbestraft blieb.
Matthäus forderte eine einheitliche Bewertung ähnlicher Vorfälle. Ohne klarere Regeln, so sein Argument, herrsche bei Spielern und Mannschaften unnötige Verunsicherung. Seine Äußerungen spiegeln die breiter werdende Skepsis gegenüber der Unberechenbarkeit des VAR wider.
Auch Steffen Baumgart, Trainer von Union Berlin, mischte sich nach dem Spiel seiner Mannschaft gegen Bayern München in die Debatte ein. Er verlangte strengere Richtlinien, um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Zudem werden die Fans immer lauter: Viele beklagen, dass VAR-Entscheidungen intransparent und willkürlich wirken.
Der Druck auf Schiedsrichter und VAR-Offizielle wächst. Die Forderungen nach Reformen umfassen nun klarere Regeln und eine konsequentere Umsetzung. Ohne Änderungen dürften die Streitigkeiten über entscheidende Szenen in der Bundesliga anhalten.






