Verkehrsunfälle im Kreis Euskirchen sinken – doch Fahrerflucht und E-Scooter sorgen für Alarmstimmung
Laurenz MühleVerkehrsunfälle im Kreis Euskirchen sinken – doch Fahrerflucht und E-Scooter sorgen für Alarmstimmung
Im Kreis Euskirchen ging die Zahl der Verkehrsunfälle 2025 leicht zurück – auf insgesamt 5.603 registrierte Vorfälle. Damit verzeichnete die Region einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als es noch 6.046 Kollisionen gab. Dennoch geben die steigenden Zahlen bei Fahrunfällen mit Fahrerflucht sowie Verletzungen unter schwächeren Verkehrsteilnehmern Anlass zur Sorge.
Die Gesamtzahl der Unfälle sank im Vergleich zu 2024 um über 400. Allerdings stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden auf 638 – ein Anstieg gegenüber den 586 Fällen des Vorjahres. Zehn Menschen kamen ums Leben, deutlich weniger als die 22 Verkehrstoten im Jahr 2024.
Insgesamt wurden 830 Verletzte gezählt, darunter 153 Schwerverletzte. Als häufigste Unfallursache führte das Missachten der Vorfahrt mit 133 Fällen die Statistik an. Rasen war für 87 Unfälle verantwortlich, während Alkohol oder Drogen in 56 Fällen eine Rolle spielten.
Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Fahrerflucht: 1.146 Fälle wurden erfasst, davon endeten 65 mit Verletzungen. Die Polizei konnte 507 dieser Delikte aufklären. Auch Unfälle mit E-Scootern nahmen zu – 34 Menschen wurden verletzt, darunter fünf Kinder.
Langfristige Daten zeigen jedoch einen Rückgang bei Unfällen mit Personenschaden. Seit 2020 sind solche Vorfälle im Kreis Euskirchen um etwa 19 Prozent gesunken – ein stärkerer Rückgang als im Landesdurchschnitt (12 Prozent). Nachbarregionen wie Ahrweiler (-15 Prozent) und Düren (-17 Prozent) verzeichneten ähnliche Fortschritte, während Großstädte wie Köln nur einen Rückgang von 8 Prozent erreichten.
Die Straßen im Kreis Euskirchen sind damit sicherer als in den Vorjahren, mit weniger Toten und einem rückläufigen Trend bei schweren Unfällen. Doch der Anstieg bei Fahrerflucht und E-Scooter-Unfällen macht deutlich, dass weiterhin Risiken bestehen. Die Behörden bleiben wachsam und setzen weiterhin Schwerpunkte bei der Bekämpfung von Rasen, Vorfahrtsmissachtung und Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.