Vier NRW-Dörfer gewinnen mit Zukunftsvisionen den Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"
Laurenz MühleVier NRW-Dörfer gewinnen mit Zukunftsvisionen den Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"
Vier Dörfer in Nordrhein-Westfalen sind als Sieger des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" ausgezeichnet worden. Der alle drei Jahre stattfindende Wettbewerb würdigt Gemeinden, die sich durch besondere Leistungen in den Bereichen Entwicklung, Zusammenhalt und Nachhaltigkeit auszeichnen. Die diesjährigen Preisträger werden das Land 2026 auf Bundesebene vertreten.
Die siegreichen Dörfer sind Viersen-Boisheim, Nottuln-Darup, Schmallenberg-Lenne und Hilchenbach-Helberhausen. Alle überzeugten durch starkes Gemeinschaftsengagement und eine klare Vision für ihre Zukunft. Der Wettbewerb begann mit einer Vorrunde auf Kreisebene, in der sich die Dörfer zunächst qualifizieren mussten. Jeder Einwohner konnte sein Dorf für die nächste Stufe anmelden. Eine Jury bewertete die Beiträge anschließend in vier zentralen Kategorien: Zielsetzung, wirtschaftliche Projekte, soziales und kulturelles Leben sowie den Umgang mit Architektur und Natur. Besonders berücksichtigt wurde, wie offen und unterstützend die Dörfer neue Bewohner integrieren.
Die vier Sieger überzeugten mit einer Mischung aus sozialen und nachhaltigen Projekten. In Viersen-Boisheim gehörten dazu etwa ein Dorfbote und Gemeinschaftsfeste wie "Holtebüttel rockt". Nottuln-Darup und die anderen Dörfer setzten Schwerpunkte bei der Verbesserung von Radwegen, öffentlichem Nahverkehr und Grünflächen. Zudem führten sie Tempo-30-Zonen ein, sanierten alte Hofanlagen und organisierten von Ehrenamtlichen betreute Wanderwege. Workshops im Rahmen der "Heimatwerkstatt NRW" halfen dabei, lokale Entwicklungskonzepte zu erarbeiten.
Der Erfolg der Dörfer basiert maßgeblich auf dem Zusammenhalt ihrer Bewohner. Jedes Siegerdorf erhält eine Gedenktafel, eine Urkunde sowie 3.500 Euro Preisgeld. Die offizielle Preisverleihung findet am 8. November 2025 in Bad Sassendorf statt und wird von Agrarministerin Silke Gorißen geleitet. Die vier Dörfer bereiten sich nun auf den Bundeswettbewerb 2026 vor. Ihre Leistungen zeigen, welchen Unterschied bürgerschaftliches Engagement für die ländliche Entwicklung machen kann. Die nächste Runde des Wettbewerbs startet in drei Jahren – dann haben wieder andere Dörfer die Chance, teilzunehmen.






