05 April 2026, 04:13

Watzke will BVB-Präsident werden – trotz interner Konflikte und gescheitertem Rheinmetall-Deal

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Watzke vor der Wahl: "Dinge, die mich belastet haben" - Watzke will BVB-Präsident werden – trotz interner Konflikte und gescheitertem Rheinmetall-Deal

Hans-Joachim Watzke, seit zwei Jahrzehnten Vorstandschef von Borussia Dortmund, strebt nun das Amt des Vereinspräsidenten an. Sein Vorstoß erfolgt nach monatelangen internen Spannungen und einem gescheiterten Sponsoring-Deal mit Rheinmetall. Die Wahl wurde nötig, nachdem Reinhold Lunow seine Kandidatur im August zurückgezogen hatte.

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Watzkes Bewerbung um die Präsidentschaft verlief nicht ohne Hindernisse. Er räumte ein, in den vergangenen sechs Monaten unter persönlicher Belastung gelitten zu haben – bedingt durch Streitigkeiten innerhalb des Vereins. Dennoch betonte er deutlich, dass er keinen Machtkampf um die Position dulden werde.

Die Kontroverse um die Sponsorenvereinbarung mit Rheinmetall verschärfte die Lage zusätzlich. Die Mitglieder stimmten auf der Jahresversammlung 2024 gegen eine Verlängerung des Vertrags. Watzke verteidigte die Entscheidung und argumentierte, sie sei nicht einseitig gefallen. Er kündigte an, die Angelegenheit 2026 erneut zur Abstimmung zu bringen.

Ein weiterer Streitpunkt ist der Umgang mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen langjährigen BVB-Mitarbeiter aus den 1990er-Jahren. Watzke wies Kritik an der Reaktion des Vereins zurück, obwohl die betreffende Person später wieder in den Ältestenrat gewählt und 2012 sogar vom Verein beschäftigt wurde.

Die Beziehung zwischen Watzke und Lunow hat sich inzwischen verbessert. Die beiden haben sich ausgetauscht und arbeiten daran, ihr Verhältnis nach Lunows Rückzug zu normalisieren.

Watzkes Kandidatur für die Präsidentschaft geht mit ungelösten Schlüsselfragen einher: Die Rheinmetall-Sponsoring-Frage wird 2026 erneut zur Mitgliederversammlung stehen, und offene Fragen zum Umgang mit früheren Fehlverfahrensfällen bleiben bestehen. Seine Wahl würde nach zwei Jahrzehnten als CEO einen Führungswechsel einläuten.

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