Wie Field-Target-Schießen in den 1990ern Deutschland eroberte
Field-Target-Schießen in Deutschland: Die Anfänge in den späten 1990er-Jahren
Die Disziplin Field-Target-Schießen fand in Deutschland Ende der 1990er-Jahre ihren Anfang, als erste Initiativen den Sport etablieren wollten. Eine deutsche Delegation reiste 1999 nach England, um sich über die noch junge Sportart zu informieren. Der erste offizielle Wettbewerb folgte bereits im Jahr darauf in Leipzig.
Im Herbst 1999 besuchte eine deutsche Gruppe die Midland Game Fair in England, um Field Target zu bewerben. Mit neuem Wissen und Ausrüstung kehrten sie zurück, um den Sport in der Heimat aufzubauen. Der erste deutsche Wettbewerb fand bereits im Mai 1999 in Leipzig statt – mit geliehenen Luftgewehren namhafter Hersteller sowie Munition von RWS und H&N.
Frühe Trainings fanden auf dem Schießstand Schroppberg bei Hagen statt. Der Biologieprofessor Volker Blüm entwarf den ersten Parcours für den Wettbewerb. H&N importierte zudem schwere Stahlziele aus England, um den Einstieg für neue Teilnehmer zu erleichtern.
Bis Ende 2000 hatte sich Field Target offiziell durchgesetzt: Volker Blüm gliederte die Disziplin in den Bund Deutscher Sportschützen (BDS) ein. Zeitgleich gründete sich in Düsseldorf der Erste Deutsche Field-Target-Club 2000. Dessen Satzung sah eine „Schützenförderung“ vor, um neue Vereine und Abteilungen zu unterstützen. Das Anschütz 2020 FT galt vermutlich als erstes speziell für Field Target entwickeltes Luftgewehr des Landes.
Mit strukturierter Förderung und wachsendem Interesse verbreitete sich der Sport rasant in Deutschland. Wettbewerbe, Trainingsangebote und die offizielle Anerkennung prägten die frühe Entwicklung – maßgeblich getragen durch Ausrüstung und Zusammenarbeit.
