14 March 2026, 18:15

Willich passt Kita-Plätze an sinkende Geburten und Zuzug junger Familien an

Ein teilweise abgerissener Bau inmitten einer Straße mit einem Container auf der linken Seite, zerbrochene Fenster und herumliegende Trümmer, unter einem bewölkten Himmel.

Willich passt Kita-Plätze an sinkende Geburten und Zuzug junger Familien an

Willich passt sein Betreuungsangebot für Kindertagesstätten an die veränderte Nachfrage in der Stadt an. Während einige Stadtteile einen Zuzug junger Familien verzeichnen, führt der insgesamt rückläufige Geburtentrend dazu, dass bald mehr Plätze verfügbar sein werden. Im Rahmen dieser Anpassungen werden mehrere Einrichtungen umziehen, erweitert oder geschlossen.

Zwischen 2020 und 2025 verzeichneten die nördlichen Stadtteile wie Anrath, Neersen und Schiefbahn einen leichten Anstieg der Geburtenzahlen, bedingt durch den Zuzug junger Familien. Dies führte zu einer um 15–20 Prozent gestiegenen Nachfrage nach Kita-Plätzen, was Wartelisten und vorübergehende Erweiterungen zur Folge hatte. Der übergeordnete Trend zeigt jedoch sinkende Geburtenraten – die Stadt rechnet bis 2029 mit einem Überschuss von 440 Plätzen.

Die AWO-Kita "Blaues Haus" in Schiefbahn erhält bis zum 31. Juli 2027 freiwillige Zuschüsse. Danach plant die Stadt Gespräche mit dem Träger über eine mögliche Schließung. Gleichzeitig endet das Brückenprojekt "Schatzkiste" des DRK am 31. Juli 2026.

Die Kita Villa Kunterbunt zieht zum Kitajahr 2027/2028 in das modernisierte und größere Gebäude der St. Irmgardis um. Die bisherige St.-Irmgardis-Einrichtung schließt zum Ende des Kitajahres 2026/2027. Am neuen Standort bietet die Villa Kunterbunt erweiterte Leistungen an, darunter Mittagsverpflegung und Ganztagsbetreuung.

Die Pläne für einen Neubau am aktuellen Standort der Kita Alperhof wurden verworfen. Stattdessen zieht die Einrichtung in das generationenübergreifende Projekt "Reinershof" um, das eine viergruppige Kita umfasst. Die Stadt bestätigt, dass der neue Standort mit Bus und Auto innerhalb der gesetzlichen Vorgaben erreichbar ist.

Ziel der Änderungen ist es, das Kita-Angebot an die aktuelle und künftige Nachfrage anzupassen. Einige Einrichtungen werden geschlossen, andere erweitert oder an besser geeignete Standorte verlegt. Die Anpassungen laufen bis 2027, weitere Überprüfungen sind je nach demografischer Entwicklung vorgesehen.

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