Zoll stoppt illegale Sprit-Schmuggeltricks mit manipulierten LKW-Tanks
Rebekka UllrichZoll stoppt illegale Sprit-Schmuggeltricks mit manipulierten LKW-Tanks
Zollbeamte in Aachen haben Kühltransporter mit nicht serienmäßigen Kraftstofftanks entdeckt. Die Fahrzeuge waren Teil eines Systems, um die niedrigeren Spritpreise in bestimmten EU-Ländern auszunutzen. Dabei werden die Originaltanks ausgetauscht, um mehr Kraftstoff über Grenzen zu transportieren, ohne die fälligen Abgaben zu entrichten.
Speditionen ersetzen häufig die serienmäßigen Tanks mit einem Fassungsvermögen von 235 bis 245 Litern durch größere Behälter mit 550 bis 800 Litern. So können sie in Ländern mit günstigerem Sprit volltanken und müssen in Deutschland oder anderen EU-Staaten mit höheren Steuern nicht nachtanken. Kraftstoff in Originaltanks ist beim Grenzübertritt abgabenfrei – diese Befreiung gilt jedoch nicht für nachgerüstete Tanks.
Werden die Tanks ausgetauscht, fallen sofort Energiesteuer und Einfuhrumsatzsteuer an. Um solche Steuerhinterziehungen einzudämmen, erheben die Zollbehörden zudem einen Zuschlag auf die Nachzahlungen. Bei bundesweiten Kontrollen im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Verstöße aufgedeckt, wobei sechsstellige Beträge an Energiesteuern zurückgeführt wurden.
Die Nutzung übergroßer Kraftstofftanks löst zusätzliche Steuerpflichten und Strafen aus. Durch fortlaufende Zollkontrollen werden weiterhin Verstöße aufgespürt, um sicherzustellen, dass die Abgaben entrichtet werden. Mit der verschärften Überwachung soll verhindert werden, dass dem Staat durch diese Praxis weitere Einnahmen entgehen.
