Zoll stoppt seltenes Kriegsfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2
Laurenz MühleZoll stoppt seltenes Kriegsfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2
Zollbeamte stoppten auf der Autobahn A2 bei Paderborn einen auf Norwegen zugelassenen Transporter mit ungewöhnlicher Ladung: ein kettengetriebenes Amphibienfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg. Dem Fahrer fehlten die für die Einfuhr in die EU erforderlichen Papiere.
Die Flughafenkontrollstelle Paderborn/Lippstadt hielt den kleinen Transporter mit Anhänger an. Darin befand sich ein M29C Weasel – ein ungepanzertes Militärfahrzeug der US-Streitkräfte aus den 1940er-Jahren. Der 38-jährige Fahrer transportierte das Fahrzeug von Norwegen nach Frankreich, um es dort zu verkaufen.
Er verfügte zwar über eine Ausfuhrgenehmigung der norwegischen Behörden, doch für den EU-Zollraum lagen keine entsprechenden Dokumente vor. Der geschätzte Wert des Fahrzeugs betrug 12.500 Norwegische Kronen – deutlich über dem zollfreien Höchstbetrag von 300 Euro für Waren aus Drittländern. Die Beamten vermuten eine Steuerhinterziehung und leiteten ein Strafverfahren ein.
Der Fahrer hinterlegte eine Sicherheitsleistung von 700 Euro, um mögliche Einfuhrabgaben und Strafen abzudecken. Nach den Zollvorschriften müssen Waren, die den Freigrenzbetrag überschreiten, deklariert und verzollt werden. Der Fall wurde zur weiteren Prüfung vorgelegt. Das Hauptzollamt Bielefeld ist für Rückfragen zuständig. Der Fahrer muss nun zunächst die Einfuhrformalitäten klären, bevor das Fahrzeug seine Fahrt fortsetzen darf.
