25 April 2026, 14:17

Zufit Simons The Fight Club bricht beim Best OFF Festival mit allen Tabus

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in dynamischen, synchronisierten Posen, mit detaillierten Kleidungsstücken und Gesichtern.

Zufit Simons The Fight Club bricht beim Best OFF Festival mit allen Tabus

Choreografin Zufit Simon feiert mit The Fight Club Premiere beim Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover

Am 23. April präsentiert die Choreografin Zufit Simon beim Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover ihr neuestes Werk The Fight Club – eine radikale Abkehr von ihrem bisherigen Stil, die Kampf und maskuline Energie in den Mittelpunkt stellt. Mit 45 Jahren blickt Simon auf Jahrzehnte zurück, in denen sie die Konventionen des zeitgenössischen Tanzes herausgefordert hat.

Geboren 1980 in Israel, kam Simon vor 25 Jahren nach Deutschland und begann ihre Karriere in München. Ihr erster Auftritt erfolgte 2002 mit der Company CobosMika in Turm zu Babel. Seitdem hat sie in München, Braunschweig und Berlin gearbeitet, wobei sie früh Unterstützung von Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig erhielt.

Ihre Choreografien verzichten auf Erzählstrukturen und romantische Inszenierungen. Stattdessen setzt Simon auf kühle, beunruhigende Präzision. Ihr künstlerischer Prozess beginnt mit eigener Verwirrung, die sie bewusst an das Publikum weitergibt – ein Ansatz, der ihre Laufbahn prägte und ihr 2025 den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk einbrachte.

Doch ihr Weg war nicht ohne Hindernisse: 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur die konzeptionelle Förderung. Acht Jahre später musste das LOT-Theater in Braunschweig – ein weiterer wichtiger Spielort – wegen Insolvenz schließen.

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The Fight Club markiert einen Bruch mit Simons früherem Werk. Aggression und körperliche Konfrontation stehen im Vordergrund, während Zartheit einer rohen, kompromisslosen Bewegungssprache weicht. Die Produktion eröffnet nicht nur ein bedeutendes Festival, sondern spiegelt auch Simons langjährigen Widerstand gegen künstlerische Normen wider. Nach Jahren der Kürzungen und Schließungen in der freien Szene wird The Fight Club das Publikum mit seiner unerbittlichen Hinwendung zu Konflikt und Physicalität herausfordern.

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