16 April 2026, 10:15

Zwei Geflüchtete erzählen in Schildgen von ihrem Neuanfang in Deutschland

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnenmasten gegen einen bewölkten Himmel.

Zwei Geflüchtete erzählen in Schildgen von ihrem Neuanfang in Deutschland

Veranstaltung in Schildgen: Zwei Geflüchtete berichten über ihren Neuanfang in Deutschland

Am 28. November lädt Himmel un Ääd in Schildgen zur Veranstaltung "Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen" ein, bei der zwei Geflüchtete von ihrem Weg in ein neues Leben berichten. Die Besucher erwarten persönliche Erzählungen über Durchhaltevermögen und Integration. Begleitend wird eine Ausstellung mit Porträts gezeigt, die die Geschichten von Geflüchteten in der Region festhalten.

Einer der Redner, Habte Abrahle, floh 2015 aus Eritrea nach einer entbehrungsreichen Reise durch die Sahara. Eingepfercht in einen überfüllten Lastwagen, ohne ausreichend Nahrung oder Wasser, erreichte er schließlich Deutschland. Hier verbrachte er zunächst acht Monate in einem Zelt, später vier weitere in einem Frachtcontainer. Trotz des schwierigen Starts begann er zügig, Deutsch zu lernen, und erwarb über das lokale Integrationsprogramm "Willkommen in Schildgen" das B1-Sprachzertifikat.

Während der Eingewöhnung in Deutschland erlebte Abrahle anfangs rassistische Vorfälle, doch diese Herausforderungen hätten sich mittlerweile verringert, sagt er. Um seine Familie – verteilt zwischen Eritrea und Äthiopien – zu unterstützen, arbeitete er unermüdlich: zunächst als Praktikant in einer Bäckerei, später als Greenkeeper auf einem Golfplatz. Seine Beharrlichkeit zahlte sich aus – heute hat er dort eine feste Anstellung. 2021 folgte ihm seine Frau nach Deutschland, und das Paar hat seitdem drei gemeinsame Kinder.

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Die Veranstaltung fällt zusammen mit einer Ausstellung in Himmel un Ääd, in der bis zum 6. Dezember 21 farbige Porträts von Geflüchteten – darunter auch von Abrahle – zu sehen sind. Die Organisatoren empfehlen Interessierten, sich über die Website des Veranstaltungsorts anzumelden, um einen Platz zu sichern.

Der Abend soll die Leistungen und Erfahrungen von Geflüchteten wie Abrahle würdigen, die sich in der Gemeinde ein neues Leben aufgebaut haben. Seine Geschichte – vom Überlebenskampf in der Wüste bis zur Stabilität in Schildgen – steht exemplarisch für die Herausforderungen und Erfolge all jener, die hier neu beginnen. Ausstellung und Diskussion bleiben bis Anfang Dezember für die Öffentlichkeit zugänglich.

Quelle