27 April 2026, 12:19

Aachens Krönungssaal wird zur Bühne für interreligiösen Frieden in Europa

Eine historische Landkarte von Mitteleuropa aus dem Jahr 1618, die das religiöse Landschaftsbild der Region mit detaillierten Textanmerkungen zeigt.

Aachens Krönungssaal wird zur Bühne für interreligiösen Frieden in Europa

Interreligiöser Dialog in Aachens Krönungssaal: Glaube als Brücke für Frieden in Europa

Am 30. Oktober 2025 fand in Aachens historischem Krönungssaal ein interreligiöser Dialog statt, veranstaltet von der Internationalen Karlspreis-Stiftung Aachen. Die Veranstaltung brachte religiöse Führungspersönlichkeiten zusammen, um über Frieden und gemeinsame Werte zu diskutieren. Fast 300 Gäste füllten den Saal bis auf den letzten Platz – zusätzliche Sitzgelegenheiten mussten bereitgestellt werden, um alle Interessierten unterzubringen.

Im Mittelpunkt der Debatte stand die Frage, welche Rolle Religion bei der Förderung eines friedlichen Zusammenlebens in Europa spielen kann. Kardinal Reinhard Marx warnte davor, den Glauben als Instrument der Spaltung zu missbrauchen, und betonte stattdessen sein Potenzial, Menschen zu einen. Seine Worte machten deutlich, wie leicht Religion in Konflikten instrumentalisiert werden kann.

Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt verwies auf die demokratischen Grundsätze, die Judentum, Christentum und Islam verbinden. Er unterstrich, wie diese abrahamitischen Traditionen mit dem liberal-demokratischen Wertefundament Europas harmonieren. Der islamische Theologe Mouhanad Khorchide ergänzte dies und rückte die Werte Nächstenliebe und gegenseitiger Respekt als gemeinsame Grundpfeiler aller Glaubensrichtungen in den Fokus.

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Die Gespräche ergründeten zudem, wie religiöse Lehren mit modernen europäischen Gesellschaften in Einklang gebracht werden können. Die Teilnehmer loteten sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen aus, die sich aus dem Spannungsfeld zwischen Tradition und zeitgemäßen Werten ergeben.

Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Bekenntnis zu Dialog und Verständigung. Fast 300 Zuhörer verfolgten den Austausch – ein Zeichen für das große Interesse an der Rolle der Religion im heutigen Europa. Die Diskussion unterstrich einmal mehr, wie entscheidend die Zusammenarbeit der Glaubensgemeinschaften für die Friedensförderung ist.

Quelle