Chaos bei Oberliga-Spiel: Pyro, Böller und gewaltsame Ausschreitungen in Ahlen
Franz Josef SchlosserChaos bei Oberliga-Spiel: Pyro, Böller und gewaltsame Ausschreitungen in Ahlen
Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und SG Wattenscheid 09 endet im Chaos nach gewalttätigen Ausschreitungen
Ein Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 eskalierte in tumultartigen Szenen, nachdem es sowohl auf als auch neben dem Platz zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen war. Fans zündeten Pyrotechnik und Böller, woraufhin der Schiedsrichter das Spiel zunächst unterbrach und schließlich abbrechen musste.
Die Unruhen begannen, als Heimfans Pyrotechnik entfachten und Gästeanhänger Böller zündeten. Der Unparteiische warnte, das Spiel bei anhaltenden Störungen zu beenden. Trotz der Androhung landete ein weiterer Böller auf dem Spielfeld – der Schiedsrichter brach die Partie daraufhin ab und wertete sie als Sieg für die SG Wattenscheid.
Nach dem Abpfiff stürmte eine Gruppe Ahlen-Hooligans, unterstützt von Verbündeten aus Zwolle, das Feld und geriet mit der Polizei aneinander. Beamte griffen ein, um eine direkte Konfrontation zwischen verfeindeten Fangruppen zu verhindern. Ein Polizist erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange getroffen worden war.
Die Ausschreitungen weiteten sich über das Stadiongelände hinaus aus: Rund 40 Personen drangen auf nahegelegene Gleisanlagen vor, rissen Schottersteine heraus und verursachten vorübergehende Behinderungen im Bahnverkehr. Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts auf gewalttätigen Landfriedensbruch und Angriffe auf Polizeibeamte ein.
Drei Anhänger aus Zwolle wurden vorläufig festgenommen – zwei Erwachsene kamen in Untersuchungshaft, ein Minderjähriger wurde in Schutzhaft genommen.
Aufgrund des Spielabbruchs wurde der SG Wattenscheid der Sieg kampflos zugesprochen. Die Polizei bestätigte, dass keine Schwerverletzten unter den Unbeteiligten zu beklagen seien. Die Ermittlungen zu den Gewalttaten und Sachbeschädigungen dauern indes an. Nach der Räumung der Gleise konnte der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden.






