18 March 2026, 10:08

Dachau verhängt Haushaltssperre wegen 32-Millionen-Defizits bis Jahresende

Lebendige Stadtstraße mit Fahrzeugen, einem Gehweg, Strommasten, Gebäuden, Bäumen und einem Himmel mit Wolken, mit einem Gebäude mit der Aufschrift "Capas Public Market" im Vordergrund.

Dachau verhängt Haushaltssperre wegen 32-Millionen-Defizits bis Jahresende

Dachau steht bis Jahresende vor einem Haushaltsloch von rund 32 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung hat als Reaktion einen sofortigen Haushaltssperre verhängt. Als Hauptgründe nennen die Verantwortlichen geringere Gewerbesteuereinnahmen, gekürzte staatliche Zuweisungen sowie Verzögerungen bei Grundstücksverkäufen.

Ursprünglich hatte die Stadt für 2024 noch mit einem bescheidenen Überschuss von 174.000 Euro gerechnet. Stattdessen weist der Haushalt nun eine unerwartete Verbesserung von etwa 7,6 Millionen Euro auf – doch selbst dieser Betrag reicht bei Weitem nicht aus, um das wachsende Defizit auszugleichen.

Die Notmaßnahme sieht vor, dass bis zum 31. Dezember sämtliche nicht zwingend notwendigen Ausgaben gestoppt werden. Nur dringende Zahlungen werden genehmigt, während freiwillige Leistungen streng geprüft oder vollständig ausgesetzt werden. Stadtkämmerer Dr. Torsten Spillmann betonte, dass viele Kommunen derzeit mit finanziellen Engpässen kämpften – die Sperre sei daher ein unvermeidlicher Schritt.

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Bürgermeister Erik Lierenfeld rief zu einer verantwortungsvollen Haushaltsführung auf, um in den kommenden Jahren wieder Spielraum zu gewinnen. Er warnte, dass ohne Gegenmaßnahmen die Fähigkeit der Stadt, wichtige Projekte zu finanzieren, massiv eingeschränkt werde.

Der Entwurf für den Haushalt 2026, der eigentlich auf der Ratssitzung am 9. Dezember vorgestellt werden sollte, wird nun erst Anfang Januar präsentiert. Die Verantwortlichen erhoffen sich durch die Verzögerung eine präzisere finanzielle Einschätzung.

Eine mögliche Lösung könnte der geplante Verkauf von Grundstücken im Malerviertel bieten. Ab 2027 sollen hier Mindesteinnahmen von 35 Millionen Euro generiert werden – Gelder, die die angespannte Haushaltslage entlasten könnten.

Die Haushaltssperre bleibt bis Jahresende in Kraft, nur unabdingbare Zahlungen werden freigegeben. Zwar hat sich der Überschuss 2024 überraschend verbessert, doch das 32-Millionen-Defizit bleibt bestehen. Langfristig setzt die Stadt nun auf Grundstücksverkäufe und strengere Ausgabenkontrollen, um die Finanzen zu stabilisieren.

Quelle