Dagmar Frederic deckt auf: Warum deutsche Schlager-Shows immer dieselben Stars einladen
Rebekka UllrichDagmar Frederic deckt auf: Warum deutsche Schlager-Shows immer dieselben Stars einladen
Dagmar Frederic, eine Schlager-Veteranin mit sechs Jahrzehnten Branchen-Erfahrung, hat sich zur mangelnden Gästevielfalt in deutschen TV-Musikshows geäußert. Sie entlastet Moderatoren wie Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella von der Kritik – stattdessen macht sie redaktionelle Entscheidungen im Hintergrund für die einseitige Besetzung verantwortlich. Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit, in der beide Präsenter 2026 die Primetime-Schlager-Programme dominieren.
Frederic, bekannt für ihren scharfen Witz und ihre lange Karriere, war nie bei Silbereisens oder Andrea Kiewels Shows zu Gast. Dennoch bleibt sie aktiv und steht bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne. Ihr Repertoire reicht von Schlager-Klassikern über Musical-Numbers bis zu Chansons, auch wenn sie einräumt, dass ihre Rente bescheiden ausfällt.
Schon 2018 hatte sie klargestellt, dass sie niemandem "nach dem Mund reden" werde, um TV-Auftritte zu ergattern. Jetzt kritisiert sie die ständige Wiederholung derselben Stars in Formaten wie Schlagerchampions oder der Giovanni Zarrella Show – den beiden einflussreichsten Sendungen des Genres. Zwar verstehe sie die kommerzielle Logik, doch die Gästeauswahl liege in den Händen der Redaktionen, nicht der Moderatoren, betont sie.
Silbereisen moderiert derzeit vier ARD-Shows, darunter Schlagerbooom und das Adventsfest der 100.000 Lichter. Zarrella führt durch sechs ZDF-Formate. Beide prägen mit ihren Samstagabend-Sendungen maßgeblich die Schlager-Landschaft. Frederics Aussagen folgen auf einen jüngst Schlagzeilen machenden Witz über ihren Ehemann, der sie erneut in den Fokus der Öffentlichkeit rückte.
Ihre Kritik wirft ein Schlaglicht auf die Machtverhältnisse hinter den Kulissen der Schlager-TV-Gästeauswahl. Während Silbereisens und Zarrellas Shows den Ton angeben, deuten ihre Worte auf tief verwurzelte Branchenmechanismen hin, die neuen Talenten den Zugang erschweren könnten. Die Künstlerin selbst bleibt indes auf Tournee und beweist damit ihre anhaltende Präsenz in der deutschen Musikszene.






