13 April 2026, 10:14

Eurobahn drosselt Fahrplan wegen akutem Personalmangel bis 2025

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, die Straßen, Highways und Stadtmerkmale zeigt.

Eurobahn drosselt Fahrplan wegen akutem Personalmangel bis 2025

Eurobahn kämpft mit massiven Einschränkungen im Schienenverkehr

Der große Eisenbahnbetreiber Eurobahn in Nordrhein-Westfalen hat aufgrund von Personalmangel erhebliche Einschränkungen im Fahrplan hinnehmen müssen. Im April 2024 fuhren auf einigen Strecken nur noch stündlich Züge, während auf bestimmten Linien bis zu 40 Prozent der Verbindungen ausfielen. Das Unternehmen strebt nun an, bis Dezember 2025 durch die Einstellung und Schulung neuer Mitarbeiter wieder den vollen Betrieb aufnehmen zu können.

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Die Personalkrise traf die Eurobahn zu Beginn dieses Jahres mit voller Wucht. Auf Strecken wie der RB89 zwischen Paderborn und Münster wurden die Leistungen um 40 Prozent gekürzt, sodass Fahrgästen nur noch eingeschränkte Alternativen blieben. Der technische Geschäftsführer Karsten Schulz bestätigte die Kürzungen und nannte den Mangel an qualifiziertem Personal als Hauptgrund.

Bis April 2024 stiegen die Ausfälle auf 4–5 Prozent aller geplanten Zugkilometer an. Das Unternehmen reagierte mit beschleunigten Einstellungs- und Schulungsprogrammen. Dank dieser Maßnahmen konnten die Ausfallraten inzwischen auf ein besser handhabbares Niveau gesenkt werden.

Die Eurobahn betreibt wichtige Verbindungen in der Region, darunter die Linien RE13, RE3 und RB67. Ihr Netz erstreckt sich zudem bis nach Niedersachsen und in die Niederlande. Dennoch bleibt die langfristige Zukunft des Unternehmens ungewiss. Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), der die Aufsicht über die Eurobahn führt, muss spätestens bis 2032 einen neuen Investor finden. Die aktuellen politischen Vereinbarungen und Streckenverträge laufen bis dahin aus, weshalb der NWL bereits bis zum Jahreswechsel 2027/2028 einen Käufer suchen will.

Nils Werner, Leiter der Abteilung Markt & Kunden beim NWL, betonte, wie entscheidend ein zuverlässiger Betrieb für die Gewinnung potenzieller Investoren sei. Ohne stabile Leistungen könnte es schwierig werden, einen geeigneten Geldgeber zu finden.

Die Eurobahn plant, bis Dezember 2025 nach monatelangen Einschränkungen wieder zum vollen Fahrplan zurückzukehren. Die Suche des NWL nach einem Investor wird die Zukunft des Unternehmens über das Jahr 2032 hinaus prägen. Für Fahrgäste bedeutet dies vorerst schrittweise Verbesserungen, während die Einstellungsbemühungen weiterlaufen.

Quelle