Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion revolutionieren – mit Kreislaufwirtschaft für Elektrolyseure
Rebekka UllrichForschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion revolutionieren – mit Kreislaufwirtschaft für Elektrolyseure
Ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung der Ruhr-Universität Bochum arbeitet daran, die Wasserstoffproduktion nachhaltiger zu gestalten. Unter dem Namen CircuPEM konzentriert sich die Initiative auf Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM-Elektrolyseure), die für die Erzeugung von grünem Wasserstoff entscheidend sind. Das Projekt hat Fördermittel in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben.
Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben zielt darauf ab, ein Kreislaufwirtschaftskonzept für PEM-Elektrolyseure zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die maximale Wiederverwendung von Materialien sowie die Verringerung der Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen wie Iridium, Platin und Titan.
Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wertschöpfungskette von Wasserstoff. Anschließend werden neue Geschäftsmodelle entwickelt und erprobt. Abschließend erarbeiten die Forscherinnen und Forscher Handlungsempfehlungen für Industrie und Politik.
Das Projekt ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, der vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens und der Europäischen Union unterstützt wird. Zu den Partnern zählen das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die Direct Matter GmbH sowie Heraeus Precious Metals. Mit an der Arbeit beteiligt ist auch Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI.
Die Ergebnisse von CircuPEM könnten dazu beitragen, Abfall und Ressourcenknappheit in der Wasserstoffproduktion zu verringern. Die Projekterkenntnisse könnten zudem künftige Politikmaßnahmen und Industriestandards prägen. Die Förderung und Unterstützung läuft bis zum Abschluss der Initiative in drei Jahren.






