Generation Z setzt auf Flexibilität statt Öko-Ideale beim Reisen und Unterwegssein
Hans-Helmut RuppersbergerGeneration Z setzt auf Flexibilität statt Öko-Ideale beim Reisen und Unterwegssein
Eine neue Studie zeigt, wie junge Deutsche Reisen und Mobilität angehen. Forscher der ADAC-Stiftung, des Sinus-Instituts und der Universität Duisburg-Essen haben dafür fast 8.000 Angehörige der Generation Z befragt. Die Ergebnisse belegen: Flexibilität und Praktikabilität stehen für sie deutlich über ökologischen Erwägungen.
Die Mehrheit der jungen Erwachsenen ist unzufrieden mit dem aktuellen Verkehrssystem. Stattdessen setzen sie auf Lösungen, die zu ihrem Alltag passen – egal, ob es um Geschwindigkeit, Kosten oder Komfort geht.
Laut Umfrage sind nur 10 Prozent der Befragten aus der Gen Z mit den bestehenden Verkehrsangeboten zufrieden. Viele äußerten Frust, besonders über unzuverlässige Zugverbindungen. Einige steigen daher auf das Auto um, um pünktlicher ans Ziel zu kommen.
Für diese Generation zählen vor allem Tempo, Verlässlichkeit, Bezahlbarkeit, Flexibilität und Komfort – der Umweltschutz landet weit hinten auf der Prioritätenliste. Die Studie offenbart zudem eine gewisse Resignation: Viele junge Menschen glauben nicht an einen echten Wandel hin zu einer nachhaltigen Mobilität.
Trotz ihrer Skepsis zeigen sich die Befragten offen für neue Ansätze. Innovationen wie autonome Fahrzeuge, Mobility-as-a-Service (MaaS) oder sogar Lufttaxis stoßen auf Interesse. Aktuell kombinieren sie je nach Situation verschiedene Verkehrsmittel – von ÖPNV über E-Scooter, Leihräder, Carsharing bis hin zum eigenen Auto.
Ein deutlicher Anteil von 61 Prozent hält es für unverzichtbar, zwischen mehreren Mobilitätsoptionen wählen zu können. Das unterstreicht ihren pragmatischen Ansatz, bei dem Bequemlichkeit oft über langfristige Nachhaltigkeitsziele siegt.
Die Studie zeichnet das Bild einer Generation, die sich eher an praktischen Lösungen als an Idealismus orientiert. Da nur ein kleiner Teil mit dem Status quo zufrieden ist, suchen viele nach schnelleren, günstigeren und zuverlässigeren Alternativen. Ihre Offenheit für neue Technologien deutet darauf hin, dass sich künftige Mobilitätstrends ändern könnten – vorausgesetzt, die Innovationen erfüllen ihre alltäglichen Anforderungen.






