Grenzüberschreitende Großübung in Gangelt testet Rettungskräfte aus drei Ländern
Rebekka UllrichGrenzüberschreitende Großübung in Gangelt testet Rettungskräfte aus drei Ländern
Großübung in Gangelt: Rettungskräfte aus drei Ländern proben den Ernstfall
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine großangelegte Notfallübung statt. Rettungsteams aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien arbeiteten Hand in Hand, um eine simulierte Katastrophe zu bewältigen. Im Mittelpunkt stand die Erprobung der länderübergreifenden Zusammenarbeit in Krisensituationen.
Das Szenario sah einen Unfall mit einem Gefahrguttransporter, einem Reisebus und mehreren Pkw auf einem ländlichen Abschnitt der Kreisstraße 13 vor. Dutzende Verletzte wurden für die Übung angenommen. Die Straße, die zugleich als Umgehungsroute für Gangelt dient, blieb bis spät in den Samstagabend gesperrt, während die Übung ablief.
Niederländische Einheiten rückten mit spezieller Schutzkleidung an, um das auslaufende Gefahrgut zu sichern. Drohnen wurden eingesetzt, um die Lage aus der Luft zu erfassen und Echtzeit-Bewertungen zu liefern. Über 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio nahmen teil – der Fokus lag auf der grenzüberschreitenden Koordination.
Die Veranstalter bestätigten später, dass die Übung erfolgreich verlaufen sei. Trotz unterschiedlicher Gesetze und Notfallsysteme in den drei Ländern arbeiteten die Teams reibungslos zusammen.
Die Übung zeigte, dass die Rettungsdienste aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden im Ernstfall effektiv als geschlossene Einheit agieren können. Nach Abschluss der Simulation wurde die Kreisstraße 13 wieder freigegeben, während die Beteiligten die gewonnenen Erkenntnisse auswerteten. Von der verbesserten Zusammenarbeit könnten künftige grenzüberschreitende Einsätze profitieren – wie am Samstag unter Beweis gestellt.






