IT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – Kunden ohne Service und Antworten
Franz Josef SchlosserIT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – Kunden ohne Service und Antworten
Stadtwerke Detmold von schwerem IT-Angriff getroffen – seit Montag Systeme lahmgelegt
Die Stadtwerke Detmold sind Opfer eines massiven IT-Angriffs geworden, der seit Montag die Systeme des kommunalen Versorgers außer Gefecht setzt. Kunden können das Unternehmen derzeit nicht erreichen: Telefonleitungen sind tot, E-Mails kommen nicht an, und zentrale Online-Dienste – darunter auch die Erfassung von Zählerständen – fallen aus.
Die Störung hat sogar die Homepage des Versorgers offline genommen; dort ist lediglich ein Hinweis auf eine großflächige IT-Störung zu sehen. Viele digitale Services bleiben unbrauchbar, was bei Kunden, die ihre Verträge verwalten wollen, für Frust sorgt. Anrufe beim Kundenservice werden sofort beendet, und E-Mails werden mit Fehlermeldungen zurückgeschickt.
Ermittlungen zufolge war veraltete IT-Infrastruktur bereits vor dem Angriff ungeschützt im Netz zugänglich – darunter ein Windows Server 2003 R2 sowie PHP-Skripte aus dem Jahr 2013. Unklar ist, wie lange diese anfälligen Systeme ungesichert blieben, bevor der Zugriff erst am Montag unterbunden wurde.
Die Landespolizei (LKA) untersucht den Vorfall nun genauer. Zwar sei die Versorgungssicherheit für Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme nicht beeinträchtigt, doch prüfen die Behörden noch, ob Kundendaten abhandengekommen sind. Das Unternehmen selbst hat bisher keine Details zum Ausmaß des Angriffs bestätigt.
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie zunehmender Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur. Erst kürzlich war etwa das Miniatur Wunderland in Hamburg Ziel eines ähnlichen Hackerangriffs – ein weiteres Beispiel dafür, wie häufig solche Systeme ins Visier geraten.
Die Stadtwerke arbeiten weiterhin an der Wiederherstellung der Dienste, doch ein Zeitplan für die vollständige Erholung steht noch aus. Kunden bleiben vorerst ohne Unterstützung und können anstehende Vertragsfragen nicht klären. Die Behörden bewerten unterdessen noch die genauen Folgen des Angriffs und ob sensible Daten abgegriffen wurden.






