29 March 2026, 14:15

Jäger im Kreis Herford kämpfen mit monatelangen Wartezeiten für Waffenscheine

Schwarze und weiße Zeichnung von Menschen in einem Feld, die Feuer halten, umgeben von Bäumen, Tieren und fliegenden Vögeln, mit Text unten, der "Jagen in den Vereinigten Staaten von Amerika" liest.

Jäger im Kreis Herford kämpfen mit monatelangen Wartezeiten für Waffenscheine

Jäger im Kreis Herford müssen künftig deutlich länger auf Waffenscheine warten – die Ursache sind neue Bundesgesetze, die Ende 2024 in Kraft traten. Die Änderungen haben die Überprüfungsverfahren verlängert und die Bearbeitungszeiten spürbar ausgebremst. Noch vor kurzem wurden Anträge innerhalb weniger Tage bearbeitet; nun müssen Jäger mit Verzögerungen von mehreren Wochen oder sogar Monaten rechnen.

Verantwortlich für die Verlangsamung ist das Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems, das am 31. Oktober 2024 in Kraft trat. Es verschärfte sowohl das Waffengesetz als auch das Bundesjagdgesetz und schreibt nun umfassendere Zuverlässigkeitsprüfungen für Antragsteller vor. Die Jagdbehörde in Herford muss daher vor der Genehmigung von Scheinen künftig mit der örtlichen Polizei und dem Zollfahndungsamt zusammenarbeiten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Besonders betroffen sind Jäger, die in den letzten zehn Jahren aus anderen Bundesländern nach Nordrhein-Westfalen gezogen sind. Bei ihnen müssen zusätzlich Aktenauszüge aus den vorherigen Wohnorten eingeholt werden. Das Kreisjagdamt, das jährlich bis zu 500 Genehmigungen bearbeitet, warnt davor, dass selbst Verlängerungen deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen werden als bisher.

Um Engpässe zu vermeiden, empfehlen die Behörden, Verlängerungsanträge für Scheine, die am 31. März 2026 ablaufen, bereits bis zum 1. Dezember 2025 einzureichen. Aktuell verfügen rund 2.400 Jäger im Kreis Herford über gültige Jagdscheine. Sämtliche Anträge müssen über das Online-Portal des Kreises unter dem Menüpunkt "Öffentliche Ordnung und Einbürgerung" eingereicht werden.

Die neuen Vorschriften erfordern von Jägern eine deutlich frühere Planung – sowohl bei Neubeantragungen als auch bei Verlängerungen. Während die Bearbeitung früher innerhalb weniger Tage erledigt war, ziehen sich die Verfahren nun aufgrund der erweiterten Prüfungen unbestimmt in die Länge. Noch liegen keine offiziellen Zahlen vor, wie viele Genehmigungen seit Einführung des überarbeiteten Systems bereits erteilt oder verlängert wurden.

Quelle