Kreis Düren führt Kita-Gebühren wieder ein – Eltern zahlen ab 2026 nach Einkommen
Hans-Helmut RuppersbergerKreis Düren führt Kita-Gebühren wieder ein – Eltern zahlen ab 2026 nach Einkommen
Kreis Düren steht vor steigenden Schulden – Kita-Gebühren kehren zurück
Der Kreis Düren kämpft mit wachsenden Schulden und sieht sich gezwungen, die Gebühren für Kindertagesstätten neu zu bewerten. Seit 2018 zahlen die meisten Familien nichts für die Betreuung ihrer Kinder – doch ein neuer Vorschlag könnte das ändern. Heute stimmt der Kreistag über die Wiedereinführung gestaffelter Beiträge ab, die sich am Einkommen und den Betreuungsstunden orientieren.
Seit fast sechs Jahren ist die Kindertagesbetreuung im Kreis Düren für nahezu alle Eltern kostenlos. Nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro entrichten derzeit noch Gebühren. Angesichts steigender Verschuldung will die Verwaltung diese Regelung nun rückgängig machen.
Der Entwurf der neuen Verordnung, unterstützt von der Bezirksregierung Köln, sieht vor, dass Eltern künftig wieder einkommensabhängige Beiträge zahlen. Je höher das Gehalt oder je länger die Betreuungszeit, desto mehr müssten sie berappen. Falls der Kreistag zustimmt, sollen die Änderungen ab August 2026 in Kraft treten.
Die Pläne stoßen bei manchen Eltern auf Unverständnis. Der Elternbeirat des Jugendamts wirft der Politik vor, Familien über die Gebühren in die Irre geführt zu haben. Der Kreis hingegen erhofft sich durch das neue System jährlich Millionen an Mehreinnahmen.
Am 1. November 2025 übernehmen ein neuer Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt. Sie werden die endgültige Entscheidung über die Gebühren treffen und deren Umsetzung begleiten.
Die heutige Abstimmung im Kreistag entscheidet, ob die Kita-Gebühren im Kreis Düren zurückkehren. Bei einer Zustimmung würden die neuen Regeln ab August 2026 gelten – mit Beiträgen, die sich nach Einkommen und Betreuungsdauer richten. Der Kreis verspricht sich davon eine Entlastung der Haushaltslage, ohne die Qualität der Kinderbetreuung zu gefährden.






