Lou Calen in Cotignac: Vom Geheimtipp zum ganzjährigen Kulturhotspot mit Michelin-Flair
Laurenz MühleLou Calen in Cotignac: Vom Geheimtipp zum ganzjährigen Kulturhotspot mit Michelin-Flair
Lou Calen: Vom saisonalen Rückzugsort zum ganzjährigen Hotspot in Cotignac
Das historische Hotel Lou Calen in Cotignac hat sich von einem saisonalen Rückzugsort zu einem ganzjährigen Reiseziel gewandelt. Den Anstoß dazu gab 2015 der kanadische Unternehmer Graham Porter, der das Anwesen übernahm. Seine Vision erweiterte den Ort über seinen ursprünglichen Charme hinaus und fügte moderne Attraktionen hinzu, die heute Gäste aus aller Welt anziehen.
Doch die Geschichte des Hotels reicht viel weiter zurück – verwurzelt im Leben von Huguette Caren, die das Haus 1972 erwarb und es zu einem beliebten Treffpunkt für Künstler, Musiker und Reisende machte. Caren war mit Lou Calen jedoch schon lange vor dem Kauf verbunden. 1944, als Zehnjährige in Cotignac, erhielt sie von einem großzügigen amerikanischen Soldaten einen Ring, da er keine Süßigkeiten oder Schokolade anbieten konnte. Jahrzehnte später führte ihr Weg sie nach Palm Springs, wo sie zufällig auf genau diesen Soldaten traf.
1972 kaufte Caren das Haus, das später als Lou Calen bekannt wurde. Sie verwandelte es in ein Hotel mit Restaurant und zog eine Mischung aus französischen und internationalen Gästen an. Im Laufe der Jahre wuchs sein Ruf, und Persönlichkeiten wie David Bowie oder Mitglieder von Pink Floyd fanden hierher. Der Ort wurde für seine Herzlichkeit, seinen Charakter und Carens kulinarisches Talent berühmt – letzteres hielt sie später in einem Kochbuch mit ihren Rezepten und Erinnerungen fest.
Als Graham Porter 2015 Lou Calen übernahm, baute er auf diesem Erbe auf. Er ergänzte das Angebot um ein Kunstzentrum, eine stilvolle Bar und ein Restaurant mit Michelin Green Star, dazu kamen komfortable Gästezimmer. Diese Veränderungen machten aus dem Hotel mehr als nur eine Sommerstation. Einheimische fanden nun ganzjährig Gründe, im Dorf zu verweilen, während Reisende – insbesondere aus den USA – in größerer Zahl kamen und Lou Calen zu einem wahrhaft internationalen Ziel machten.
Obwohl Caren nicht mehr die Eigentümerin ist, bleibt sie eng mit Lou Calen verbunden. Ihr Einfluss lebt in den Geschichten weiter, die zwischen diesen Mauern erzählt werden, und in den Gerichten, die noch immer von ihrer Küche inspiriert sind.
Heute steht Lou Calen für die Verbindung von Geschichte und modernem Flair. Die Entwicklung vom saisonalen Rückzugsort zu einem lebendigen, ganzjährigen Zentrum spiegelt sowohl Porters Investitionen als auch Carens bleibendes Vermächtnis wider. Mit einer wachsenden internationalen Gästeliste und einer stärkeren lokalen Verankerung genießt das Dorf Cotignac nun eine lebendigere, vernetztere Zukunft.






