29 April 2026, 18:16

NRW lehnt pauschale Stallpflicht für Geflügel ab – Tierschutz und Kosten im Fokus

Große Gruppe von Hühnern in einem Maschendrahtzaun mit einer Wand und einer Tür im Hintergrund, einschließlich eines Eimers mit Hühnern auf der rechten Seite.

Kein flächendeckendes Hühnerverschlaggebot in NRW - NRW lehnt pauschale Stallpflicht für Geflügel ab – Tierschutz und Kosten im Fokus

Der Deutsche Geflügelverband fordert eine bundesweite Stallhaltungspflicht für Geflügel. Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hat jedoch eine pauschale Regelung in Nordrhein-Westfalen – vorerst – abgelehnt. Im Mittelpunkt der Entscheidung stehen Tierschutzbelange sowie die finanziellen Herausforderungen, mit denen kleine Betriebe konfrontiert sind.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium betont, dass die Seuchenprävention bei Nutztieren in der Verantwortung der Länder liegt. Da die regionalen Gegebenheiten stark variieren, sei eine einheitliche Lösung kaum umsetzbar. Ein generelles Verbot des Freilandauslaufs würde zudem kleinere Produzenten finanziell stark belasten.

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Experten zufolge würde die Zwangsumstellung von Freilandgeflügel auf reine Stallhaltung bei den Tieren erheblichen Stress auslösen. Ministerin Gorißen unterstrich, dass mögliche Änderungen der Haltungsvorschriften sorgfältig abgewogen werden müssten. Die Diskussion hält an, während Landwirte und Tierschutzverbände nach dem besten Weg suchen.

Mit der Ablehnung einer pauschalen Stallpflicht bleibt Geflügel in Nordrhein-Westfalen vorerst der Auslauf ins Freie erhalten. Kleine Betriebe sparen so zusätzliche Kosten, doch die Sorgen um Seuchenschutz und Tierwohl bestehen fort. Weitere Gespräche zwischen Wirtschaft und Politik sollen zu einer ausgewogenen Lösung führen.

Quelle