Martin La Roche verwandelt Wiesbaden in einen begehbaren Gedächtnispalast
Laurenz MühleMartin La Roche verwandelt Wiesbaden in einen begehbaren Gedächtnispalast
Vom 28. März bis 15. Juni 2025 verwandelt sich der Nassauische Kunstverein Wiesbaden in einen begehbaren Gedächtnispalast – eine immersive Ausstellung des Künstlers Martin La Roche. Es handelt sich um seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland, bei der das gesamte Gebäude zu einem räumlichen Modell von Erinnerung, Spiel und Dialog wird.
La Roches Werk kreist häufig um die Themen Sammeln, Erinnern und Archivieren. Für diese Schau konzipiert er den Kunstverein als einen Ort, an dem Besucher:innen nicht nur betrachten, sondern aktiv einbezogen werden. Die Ausstellung erstreckt sich über alle Räume des Hauses, die jeweils eine eigene Funktion erfüllen: das Foyer, das Spielzimmer, die Bibliothek, der Videoraum, die Museumshalle, der Farbenraum, das Archiv, der Wintergarten und der Bestandsraum.
Ein Höhepunkt ist Sandspiel, eine interaktive Installation im Spielzimmer. Hier können Besucher:innen eine kollektive, sich ständig wandelnde Skulptur gestalten – und so aus Beobachtung Teilhabe wird. Ein weiteres zentrales Werk ist das Musée Légitime, ein tragbares Museum, das in einen Hut passt. In Wiesbaden wird es erstmals in voller Größe zu sehen sein.
Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eingang befindet sich in der Wilhelmstraße 15, 65183 Wiesbaden.
Indem La Roche den Kunstverein in einen lebendigen Gedächtnispalast verwandelt, lädt er die Besucher:innen ein, über persönliche und geteilte Geschichten nachzudenken. Die Schau verbindet Kunst, Spiel und Dialog und schafft so einen Raum, der sich eher wie ein fortlaufendes Gespräch anfühlt als wie eine klassische Ausstellung.






