29 April 2026, 12:14

Max-Leven-Zentrum in Solingen erinnert an NS-Opfer und Widerstandskämpfer

Steintafel an einem Gebäude mit zwei Flaggen darüber, die einen Massaker gedenken.

Max-Leven-Zentrum in Solingen erinnert an NS-Opfer und Widerstandskämpfer

Neues Max-Leven-Zentrum eröffnet im November für die Öffentlichkeit

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im November öffnet in Solingen das Max-Leven-Zentrum seine Türen – ein Ort des Gedenkens, der Bildung und des Dialogs über Verfolgung und Widerstand in der NS-Zeit. Die Eröffnung des Zentrums markiert einen wichtigen Schritt, um die Geschichten derer zu bewahren, die durch Gewalt zum Schweigen gebracht wurden.

Das Max-Leven-Zentrum wurde am Dienstag, dem 1. November 2022, offiziell eingeweiht. Ab dem folgenden Tag, am Sonntag, dem 2. November, empfängt es erstmals Besucher, die es zwischen 11:00 und 17:00 Uhr besichtigen können.

Das Zentrum befindet sich im ehemaligen Gebäude der Solinger Stadtsparkasse in der Max-Leven-Allee. Die Dauerausstellung widmet sich dem Leben von Max Leven, einem jüdischen Unternehmer, der 1882 in Diedenhofen (Thionville) geboren wurde. 1916 zog er nach Solingen, doch während des Novemberpogroms 1938 – der sogenannten Reichskristallnacht – wurde er am 10. November ermordet. Seine Frau Emmi und die Töchter Anita und Hannah wurden später deportiert und im Holocaust ermordet.

Neben Levens Schicksal beleuchtet die Ausstellung auch Persönlichkeiten wie Änne Wagner, die sich gegen die NS-Diktatur auflehnten. Das Zentrum will den Stimmen der Verfolgten Gehör verschaffen und gleichzeitig Diskussionen über Verantwortung, Toleranz und zivilgesellschaftlichen Mut anregen.

Das Max-Leven-Zentrum ist nun ein Lern- und Reflexionsort, der durch Ausstellungen und Programme das Gedenken an die Opfer der NS-Herrschaft wachhält. Die öffentliche Eröffnung bietet Besuchern die Möglichkeit, sich mit der Geschichte und ihren Lehren auseinanderzusetzen.

Quelle