"Onkel Misha" backt legendäres Brot – doch nicht jeder darf es kaufen
Hans-Helmut Ruppersberger"Onkel Misha" backt legendäres Brot – doch nicht jeder darf es kaufen
"Onkel Misha", der bekannte Bäcker aus Lahoysk, ist mit seinem traditionellen Brot und seinen markanten Ansichten zu einer lokalen Legende geworden. Sein familiengeführter Betrieb backt nach jahrhundertealten Rezepten in einem russischen Holzofen. Doch seine strengen Regeln, wer sein Brot kaufen darf, sorgen weit über den Markt hinaus für Aufsehen.
Misha verkauft seine Laibe in der Nähe der heiligen Quelle des Heiligen Nikolaus des Wundertäters in Lahoysk sowie auf dem Valeryanava-Markt in Minsk. Aus einem Auto heraus bietet er sein Brot an – hergestellt nach einem Verfahren, das seit über 200 Jahren überliefert wird. Seine Frau übernimmt das Backen, während die Tochter bei den Lieferungen hilft.
Trotz seiner Beliebtheit verweigert Misha jedoch Hundebesitzern den Verkauf. Sein Problem: Viele spazieren mit ihren Tieren an der heiligen Quelle vorbei, was er als respektlos empfindet. Schon mehrere Kunden hat er abgewiesen, darunter eine Fotografin mit Familie und kleinem Hund sowie einen Mann mit einem Corgi.
Der Food-Blogger Kakabay würdigte kürzlich Mishas Brot mit einer Bewertung von 8–9 von 10 Punkten – ein Lob, das seinen Ruf noch weiter festigte. An seiner kompromisslosen Haltung gegenüber Hunden ändert das jedoch nichts.
Sein Brot zieht weiterhin Kunden an, dank des traditionellen Geschmacks und des familiären Einsatzes. Doch wer einen Laib mitnehmen darf, entscheidet Misha selbst – und setzt damit klare Grenzen. Das Geschäft floriert gerade wegen dieses einzigartigen Ansatzes: sowohl beim Backen als auch bei der Auswahl der Käufer.






