19 March 2026, 10:26

Solingen streitet über Buslinien: Ältere fürchten um ihre Mobilität in Ohligs

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer Stadtstraße mit Autos, Bussen, Fußgängern auf einer Brücke, Laternen, mehrstöckigen Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Solingen streitet über Buslinien: Ältere fürchten um ihre Mobilität in Ohligs

Solingens Verkehrspläne entfachen Debatte über Buslinien-Änderungen im Stadtteil Ohligs

Die Grünen Senioren haben sich gegen Pläne ausgesprochen, die Lennestraße komplett für Busse zu sperren, und warnen vor den Folgen für ältere Bewohner:innen. Öffentlicher Nahverkehr sei für viele Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder begrenztem Budget unverzichtbar, betont die Gruppe.

Die Verkehrspolitik der Stadt für die Jahre 2021 bis 2026 sah ursprünglich vor, Busverbindungen durch eine bessere Anbindung an den Schnellverkehr zu modernisieren und die Fußgängerzonen im Zentrum auszubauen. Dies folgte dem landesweiten Trend in Nordrhein-Westfalen, den Autoverkehr zu reduzieren und nachhaltige Mobilität zu fördern. Nun schlagen jedoch drei lokale Vereine vor, den City-Ring abzuschaffen und Busse vollständig aus der Lennestraße zu verbannen.

Die Grünen Senioren lehnen diese Pläne ab und verweisen darauf, dass viele ältere Menschen auf Busse angewiesen sind – sei es für Einkäufe, Arztbesuche oder soziale Kontakte. Die Streichung der Haltestelle "Ohligs Markt" würde längere Fußwege zu Ausweichhaltestellen erzwingen, was besonders nach dem Tragen schwerer Einkäufe oder für mobilitätseingeschränkte Personen eine zusätzliche Belastung darstelle. Die Gruppe fordert, dass Verkehrsplanung alle Altersgruppen berücksichtigen müsse – nicht nur jüngere oder mobilere Bürger:innen.

Stattdessen unterstützt sie den Kompromissvorschlag aus Solingens Nahverkehrsplan, der den Busverkehr in der Lennestraße reduziert, aber wichtige Anbindungen an die Innenstadt erhält. Dies biete einen Ausgleich zwischen Modernisierung und den praktischen Bedürfnissen älterer Fahrgäste, so die Argumentation.

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Gleichzeitig wehren sich die Grünen Senioren gegen Kritik der Vereine und stellen die Diskussion um den City-Ring in den Kontext eines gerechten Verkehrsumbaus. Ihr Standpunkt unterstreicht, dass Politik Lösungen finden müsse, die für alle funktionieren – nicht nur für diejenigen, die sich leicht an Veränderungen anpassen können.

Der Streit spiegelt die grundsätzliche Spannung zwischen Verkehrsmodernisierung und dem Erhalt essenzieller Dienstleistungen wider. Sollten die Vorschläge der Vereine umgesetzt werden, drohen älteren Bewohner:innen längere Wege und weniger Optionen. Die Grünen Senioren setzen sich weiterhin für ein System ein, das Ohligs für alle zugänglich hält.

Quelle