18 March 2026, 01:07

Solinger Kirchenkreis plant radikale Immobilien-Reform bis 2035

Eine evangelische Kirche steht in der Mitte einer Straße, mit einer Straße unten, Pflanzen und Bäumen im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel darüber.

Solinger Kirchenkreis plant radikale Immobilien-Reform bis 2035

Kirchenkreis Solingen plant Umstrukturierung seiner Immobilien wegen schrumpfender Mittel und Mitgliederzahlen

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hat Pläne vorgestellt, seine Immobilien angesichts sinkender Finanzmittel und zurückgehender Mitgliederzahlen grundlegend umzugestalten. Eine von Hartmut Hoferichter geleitete Arbeitsgruppe schlug eine neue Strategie vor, um die langfristige Zukunftsfähigkeit zu sichern. Bis 2035 sollen einige Gebäude erhalten bleiben, andere überprüft und einige nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzt werden.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Kirche bereits drei Immobilien geschlossen oder verkauft: die Friedenskirche 2012 wegen struktureller Schäden, die Auferstehungskirche 2018 aus finanziellen Gründen und das Gräfrather Gemeindezentrum 2021 aufgrund hoher Sanierungskosten. Nun sind weitere Einschnitte nötig, da der Kirchenkreis bis Mitte der 2030er-Jahre mit einer Halbierung seines Haushalts rechnet – bei gleichzeitig sinkenden Mitgliederzahlen und weniger hauptamtlichen Mitarbeitenden.

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Der Bericht der Arbeitsgruppe unterteilt die Immobilien in drei Kategorien. Sieben Standorte – darunter die Ohliger Protestantische Stadtkirche, die Waldkirche und das Höhscheider Gemeindezentrum – sollen auch über 2035 hinaus genutzt werden. Fünf weitere, wie die Evangelische Kirche Merscheid und die Lutherkirche, gelten mittelfristig als nicht mehr tragfähig. Über die Zukunft von fünf weiteren Immobilien, darunter die Christuskirche und die Evangelische Kirche Mangenberg, muss noch entschieden werden.

Zudem strebt die Kirche an, dass alle verbleibenden Gebäude bis 2035 klimaneutral betrieben werden – was erhebliche Investitionen erfordert. Eine besondere Synode am 14. März 2026 wird die Vorschläge beraten, endgültige Beschlüsse könnten jedoch erst bis Ende 2027 fallen.

Die Pläne markieren einen tiefgreifenden Wandel der kirchlichen Landschaft in Solingen, getrieben von finanziellen Zwängen und einem langfristigen Nachhaltigkeitskonzept.

Die Umstrukturierung wird die Zahl der aktiven Kirchengebäude in Solingen im kommenden Jahrzehnt verringern. Die endgültigen Entscheidungen bis Ende 2027 werden klären, welche Immobilien erhalten bleiben, welche geschlossen werden und wie die Ressourcen verteilt werden. Das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu wirtschaften, erhöht die Komplexität des Übergangs zusätzlich.

AKTUALISIERUNG

Solingen Kirchenkreis soll mit Nachbarn fusionieren

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hat einstimmig eine Fusion mit den Nachbarbezirken Düsseldorf-Mettmann und Niederberg beschlossen. Diese Entscheidung, getroffen im November 2025, soll auf sinkende Finanzen und Mitgliedschaft reagieren, indem bis 2029 oder 2030 eine einheitliche Einrichtung geschaffen wird. Wichtige Details sind:

  • Der neue Bezirk wird etwa 120.000 Mitglieder dienen, während lokale Operationen erhalten bleiben.
  • Tagesgeschäft und Jobs bleiben unverändert trotz administrativer Konsolidierung.
  • Diese strategische Maßnahme passt zu den im Februar 2026 skizzierten Eigentumsrestrukturierungspläne bis 2035.