27 April 2026, 08:14

Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs härter bestraft als gefordert

Schwarz-weißes Bild eines Mannes in Anzug und Krawatte mit einem Dokument mit Text und einem Design, einschließlich einer Anklage gegen John Porteous.

Suspendierte Strafe für Vermögensverwalter wegen hochspekulativer Investments - Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs härter bestraft als gefordert

Ein Vermögensverwalter ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, die länger ausfällt als von der Staatsanwaltschaft beantragt – nachdem er Kunden um mehr als zwei Millionen Euro betrogen hatte. Das Amtsgericht Münster in Nordrhein-Westfalen verkündete am Freitag sein Urteil nach monatelangen Ermittlungen in 39 Betrugsfällen.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Vermögensberater, der 2021 einräumte, säumtige Kundengelder vollständig verloren zu haben. Statt sich an die Vorgaben zu halten, investierte er das Geld in hochriskante, spekulative Geschäfte. Dadurch entstanden Gesamtverluste von über zwei Millionen Euro.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten gefordert. Das Gericht verlängerte diese jedoch angesichts der Schwere der Taten. Zwei Monate wurden bereits wegen Verzögerungen im Verfahren von der Strafe abgezogen.

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Der Angeklagte behauptete zudem, durch eigene private Investitionen selbst finanzielle Verluste erlitten zu haben. Dennoch urteilte das Gericht, dass der Missbrauch von Kundengeldern eine strengere Strafe rechtfertige als ursprünglich vorgeschlagen.

Die endgültige Bewährungszeit übersteigt nun den ursprünglichen Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Vermögensverwalter wird die restliche Zeit unter gerichtlicher Aufsicht verbüßen. Das Urteil unterstreicht die Schwere des Finanzbetrugs und dessen Folgen für die Geschädigten.

Quelle