Watzke bereut Tuchels Entlassung – ein spätes Eingeständnis beim BVB
Franz Josef SchlosserWatzke bereut Tuchels Entlassung – ein spätes Eingeständnis beim BVB
Borussia Dortmunds langjähriger Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke blickt auf seine Entscheidung zurück, Thomas Tuchel im Mai 2017 zu entlassen. Nun, da Watzke sich zur Wahl als Vereinspräsident des BVB stellt, räumt er ein, dass die Trennung möglicherweise ein Fehler war. Mittlerweile haben die beiden ihre Differenzen beigelegt und die Vergangenheit ruht.
Tuchel trainierte Borussia Dortmund von 2015 bis 2017 und führte die Mannschaft in seiner ersten Saison auf den zweiten Platz in der Bundesliga. Zudem gewann er in der Spielzeit 2016/17 den DFB-Pokal. Doch nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus 2017, als der Verein beschloss, das Champions-League-Viertelfinale gegen AS Monaco bereits einen Tag später auszutragen, kam es zu Spannungen.
Watzke und Tuchel gerieten über den Umgang mit der Situation aneinander. Ihr Verhältnis verschlechterte sich weiter, als sie in einem Gespräch über die Zukunft des Teams keine Einigung fanden. Im Mai 2017 wurde Tuchel schließlich entlassen – eine Entscheidung, die Watzke heute hinterfragt.
Trotz des Konflikts haben die beiden ihre Beziehung inzwischen wiederhergestellt. Watzke, der den BVB seit zwei Jahrzehnten als Geschäftsführer leitet, bezeichnet die Entlassung mittlerweile als eine seiner Fehleinschätzungen. Tuchel hingegen trainierte später die englische Nationalmannschaft, bevor er sich von ihr trennte.
Watzkes bevorstehende Kandidatur für das Präsidentenamt markiert ein weiteres Kapitel seiner langen Verbindung mit dem Verein. Sein Eingeständnis bezüglich Tuchels Abgang unterstreicht die Komplexität des Fußballmanagements. Die Versöhnung der beiden deutet auf einen gegenseitigen Respekt hin, der über ihre professionellen Meinungsverschiedenheiten hinaus Bestand hat.






