Weiße Markierungen auf Straßen sollen Motorradfahrer in Kurven schützen
Rebekka UllrichWeiße Markierungen auf Straßen sollen Motorradfahrer in Kurven schützen
Auf immer mehr deutschen Straßen werden spezielle weiße Markierungen aufgebracht, um die Sicherheit von Motorradfahrern zu erhöhen. Die elliptischen Formen auf der Fahrbahnoberfläche helfen Fahrern, enge Kurven sicherer zu durchfahren. Bis Ende 2024 sollen rund 150 zusätzliche Bundes- und Landesstraßen mit dem neuen Design ausgestattet werden.
Der Vorstoß folgt auf erfolgreiche Testphasen in Deutschland und Österreich, bei denen sich zeigte, dass die Unfallzahlen in den markierten Bereichen zurückgingen. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg setzen die Markierungen nun flächendeckend ein.
Das Prinzip hinter den Markierungen ist simpel: Sie leiten Motorradfahrer durch schwierige Kurven. In Österreich sanken bei Tests an acht besonders gefährlichen Stellen die Verletztenunfälle um etwa 42 Prozent. Berücksichtigt man das erste Jahr nach der Installation, lag die Reduktion sogar bei 56 Prozent.
Auch ein deutscher Versuch auf der Panoramastraße (L218) zwischen Vossenack und Schmidt brachte positive Ergebnisse. Nach drei Jahren gab es keine schweren Unfälle mehr, und die Fahrer bremsten in den Kurven stärker ab.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer hat nun bestätigt, dass zwei weitere Strecken im Kreis Euskirchen die Markierungen erhalten. Die Ausweitung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Belege, dass die elliptischen Linien auf kurvenreichen Straßen einen spürbaren Unterschied machen.
Die neuen Fahrbahnmarkierungen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Verringerung von Motorradunfällen in Deutschland. Da bis Ende 2024 weitere Strecken damit ausgestattet werden sollen, hoffen die Verantwortlichen auf weniger Verletzte. Im Fokus stehen dabei besonders riskante Abschnitte, in denen scharfe Kurven in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen führten.






