01 May 2026, 04:14

Willich beschließt Haushalt 2026 in Rekordzeit – Kita-Gebühren bleiben stabil

Plakat für den American Rescue Plan, mit Text, der besagt, dass es die Kindarmut in der Hälfte reduzieren würde, und einer Gruppe von Menschen, die seinen Einfluss darstellen.

Willich beschließt Haushalt 2026 in Rekordzeit – Kita-Gebühren bleiben stabil

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in Rekordzeit verabschiedet – wie es die Verantwortlichen nannten. Die Entscheidung fiel nach hitzigen Debatten über Kita-Gebühren und Wohnungsbaupolitik. Schließlich einigten sich alle Fraktionen auf den endgültigen Plan, der im Juli in Kraft tritt.

Eltern in Willich hatten zuvor Bedenken gegen geplante Erhöhungen der Betreuungskosten geäußert. Sie lehnten sowohl höhere jährliche Anpassungen als auch die Streichung der ermäßigten Geschwistergebühren ab. Doch der Jugendhilfeausschuss lehnte diese Änderungen ab und behielt die bestehende Gebührenstruktur bei.

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Die SPD brachte konkrete Sparmaßnahmen für den Haushalt ein und setzte dabei bei nicht essenziellen Ausgaben an. Zwar unterstützte die Partei den Gesamtplan, betonte jedoch die Bedeutung finanzieller Stabilität ohne zusätzliche Belastung für Familien. Kritisch äußerte sie sich zur Abschaffung des Zuschusses für das "Deutschlandticket" für anspruchsberechtigte Studierende.

Unterdessen befürworteten die Grünen den Haushalt, warnten jedoch vor der angespannten finanziellen Lage der Stadt. Sie forderten sofortiges Handeln, um langfristige Herausforderungen zu bewältigen. Beide Fraktionen begrüßten die "Bauturbo"-Initiative, die den Bau von bezahlbarem Wohnraum beschleunigen soll.

Während der Abstimmung hielten sich alle Redner der Fraktionen strikt an eine Fünf-Minuten-Begrenzung, was dem Rat half, den Haushalt zügig zu finalisieren. Die einstimmige Zustimmung markierte einen seltenen Moment der parteiübergreifenden Einigkeit.

Der Haushalt 2026 tritt im Juli in Kraft und lässt die Kita-Gebühren vorerst unverändert. Der Fokus des Rates auf beschleunigten Wohnungsbau und Kostensenkung spiegelt die anhaltenden finanziellen Belastungen wider. Familien bleiben von höheren Gebühren verschont, doch einige Zuschüsse für den Schülerverkehr wurden gestrichen.

Quelle