22 March 2026, 08:13

Willicher Eltern kämpfen gegen Kita-Schließungen und lange Fahrwege für Kinder

Plakat für den American Rescue Plan, das Text zeigt, dass es die Kinderarmut in den USA halbieren würde, begleitet von einem Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen.

Willicher Eltern kämpfen gegen Kita-Schließungen und lange Fahrwege für Kinder

Zwei geplante Kitas in Willich wurden aufgrund von Haushaltskürzungen und sinkenden Anmeldezahlen gestrichen. Eltern und Unterstützer der Kita Alperof haben nun die Initiative ergriffen und eine Kampagne gestartet, um die Entscheidung der Stadt anzufechten. Ihre Sorgen gelten vor allem längeren Fahrzeiten für kleine Kinder und dem Mangel an Betreuungsplätzen vor Ort.

Zwischen 2021 und 2025 sank die Zahl der angemeldeten Kinder in Willicher Kitas von etwa 1.800 auf 1.500 – ein Rückgang um rund 17 Prozent. Die Stadt führt dies auf geringere Geburtenraten, die Zunahme von Homeoffice nach der Pandemie und Konkurrenz durch private Kinderbetreuungsanbieter zurück. Infolgedessen bleibt nur noch ein kommunales Projekt: das generationenübergreifende Zentrum Reinershof, in das auch die Kita Alperof integriert werden soll.

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Am 6. März hatten Elternvertreter und der Förderverein der Kita Alperof einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch geschickt, erhielten jedoch keine Antwort. Nun wird ein zweiter Brief vorbereitet, in dem die städtischen Angaben zu längeren Anfahrtswegen für Familien hinterfragt werden. Zudem hat die Gruppe die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" ins Leben gerufen, um die Bedeutung von wohnortnaher Kinderbetreuung zu betonen.

Fragen gibt es auch zur Finanzierung des Reinershof-Zentrums, da ein externer Investor beteiligt ist. Eltern und Unterstützer fordern Transparenz und haben den Bürgermeister zu einer offenen Diskussion eingeladen. Ihr Ziel ist es, nachhaltige Lösungen zu finden, bevor weitere Kita-Angebote vor Ort wegfallen.

Die Einstellung der beiden Kita-Projekte lässt Familien in Willich mit weniger Betreuungsmöglichkeiten in der Nähe zurück. Die Eltern setzen sich weiterhin für Antworten ein und verlangen Klarheit über die Finanzierung und die Zukunft der Kinderbetreuung in der Region. Das Reinershof-Zentrum bleibt die einzige neue kommunale Einrichtung in Planung.

Quelle