20 March 2026, 18:13

Bonner Haushaltsausschuss bewilligt Not-Sanierungen für Q1 und Bergischen Löwen

Ein belebter Plaza Mayor mit Menschen auf Stühlen sitzend und stehend, umgeben von Topfpflanzen, Metallabsperrungen, Schildern, Straßenlaternen mit Flaggen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Bonner Haushaltsausschuss bewilligt Not-Sanierungen für Q1 und Bergischen Löwen

Der Bonner Haushaltsausschuss hat dringende Sanierungen für zwei zentrale Einrichtungen bewilligt, während umfassendere Finanzentscheidungen vertagt wurden. Bei der Sitzung kam es zu hitzigen Debatten über die Verteilung der Mittel, wobei vorläufige Lösungen für das Jugendzentrum Q1 und das Bürgerzentrum Bergischer Löwe im Mittelpunkt standen. Die Abstimmung über den Haushalt im Großen wurde auf die nächste Woche verschoben, wenn der Stadtrat in voller Besetzung tagt.

Zunächst befasste sich der Ausschuss mit dem Jugendzentrum Q1 am Quirlsberg, dessen Brandschutz- und Elektroinstallationen als kritisch veraltet eingestuft wurden. Alexandra Meuthen, Leiterin des städtischen Liegenschaftsamts, warnte, die Elektrik sei in sehr schlechtem Zustand und liege zudem in einem hochwassergefährdeten Bereich. Trotz der Risiken sprach sich die Mehrheit für eine 250.000-Euro-Notinstandsetzung aus, um den Betrieb bis zur Eröffnung eines neuen Jugendtreffs in der Oberen Hauptstraße aufrechtzuerhalten. Die dort geplanten 250 Quadratmeter sollen flexibel von Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum genutzt werden, wobei die genauen Modalitäten später mit den Nutzern abgeklärt werden.

Ein separater Antrag über 2,5 Millionen Euro für die Elektrosanierung im Bergischen Löwen sorgte für Uneinigkeit. Die Verwaltung betonte, die Arbeiten seien notwendig, um Überschwemmungsschäden zu verhindern, und keine "weggeworfenen" Investitionen, da sie mit späteren Komplettsanierungen abgestimmt seien. SPD-Fraktionschef Klaus Waldschmidt hingegen hinterfragte die hohen Ausgaben für eine Teillösung und plädierte dafür, auf einen Gesamtplan für die Sanierung zu warten. Unklar blieb, ob und inwieweit das Gebäude unter Denkmalschutz steht oder einen besonderen historischen Wert besitzt.

Die Haushaltsdebatte spitzte sich weiter zu, als die CDU massive Kürzungen für den Entwurf von Oberbürgermeister Marcel Kreutz forderte. Um im bürgerlichen Lager eine Mehrheit zu sichern, benötigte die Union die Unterstützung von SPD und Grünen. Letztlich einigten sich alle drei Parteien darauf, die Haushaltsabstimmung im Ausschuss ganz ausfallen zu lassen und die Beratungen auf die nächste Stadtratssitzung am kommenden Dienstag zu vertagen.

Die Beschlüsse bedeuten, dass die akuten Sanierungen im Q1 und im Bergischen Löwen nun kurzfristig umgesetzt werden – während die langfristigen Pläne weiter in der Schwebe bleiben. Der Stadtrat muss in seiner anstehenden Sitzung nun die offenen Haushalts- und Personalentscheidungen klären. Die vorläufigen Maßnahmen sollen zumindest Betriebseinschränkungen verhindern, bis die größeren Projekte konkret werden.

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