Neuer Polizeibeirat in Wuppertal startet mit klaren Zielen und altbekannter Struktur
Rebekka UllrichNeuer Polizeibeirat in Wuppertal startet mit klaren Zielen und altbekannter Struktur
Beirat der Polizei Wuppertal hält erste Sitzung ab
Der Polizeibeirat der Kreispolizeibehörde Wuppertal ist am 17. März 2026 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Zum neuen Vorsitzenden wurde Hans-Hermann Lücke, ein Vertreter aus Wuppertal, gewählt. Der Beirat fungiert als Bindeglied zwischen Bürgerschaft, Kommunalpolitik und Polizei, um das Vertrauen zu stärken und die Zusammenarbeit zu verbessern.
Zu den Aufgaben des Gremiums gehört die Beratung des Polizeipräsidenten in Fragen der kommunalen Sicherheit und Verwaltung. Zudem muss der Beirat bei grundlegenden Entscheidungen – etwa zur Einrichtung sozialer Dienste, zur Planung von Infrastrukturprojekten oder zur Schließung und Eröffnung von Polizeistationen – angehört werden. Darüber hinaus leitet er Anregungen und Bedenken aus der Bevölkerung an die Behörden weiter, insbesondere wenn diese von allgemeinem Interesse sind.
Der Beirat setzt sich aus 15 Mitgliedern zusammen, von denen elf von den Stadträten Wuppertals, Remscheids und Solingens entsandt werden. Diese Struktur besteht unverändert seit 2018 und sorgt für eine ausgewogene Vertretung der Wuppertaler Stadtteile wie Elberfeld und Barmen. Anders als in anderen deutschen Großstädten wurde der Beirat in Wuppertal bisher weder erweitert noch an eine breitere demografische Zusammensetzung angepasst.
Zum Vergleich: Der Polizeibeirat Düsseldorf wuchs 2022 auf 20 Mitglieder, um die Vorstädte besser einzubinden, während der Kölner Beirat 2024 auf 18 Mitglieder aufgestockt wurde, um die Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund zu stärken. Stuttgart hingegen belässt sein Gremium bei 12 Mitgliedern und setzt auf lokale Kontinuität.
Ziel der Arbeit des Beirats ist es, das Vertrauen zwischen Polizei, Kommunalverwaltung und Bürgern zu festigen. Seine Beschlüsse werden maßgeblich Bereiche wie öffentliche Dienstleistungen und Infrastruktur prägen. Entscheidend für die nächsten Schritte wird sein, wie gut es dem Gremium gelingt, Bürgerfeedback aufzugreifen und die Polizeiarbeit zu unterstützen.






