12 April 2026, 14:18

Neues Zuhause für bedrohte Sandeidechsen am Vlothoer Schlossberg entsteht 2025

Ein steiniger Strand mit verstreuten Steinen und Kieseln, der eine kleine Eidechse auf einem Stein zeigt, und trockene Blätter und Zweige im Hintergrund.

Neues Zuhause für bedrohte Sandeidechsen am Vlothoer Schlossberg entsteht 2025

1.400 Quadratmeter großer Hang in der Nähe von Schloss Vlotho wird bald neues Zuhause für seltene Sandeidechsen

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Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Herford hat das Gelände freigegeben, um einen speziellen Lebensraum für die bedrohten Reptilien zu schaffen. Die Arbeiten sollen im November 2025 beginnen – wetterabhängig – und sind Teil der Bemühungen zum Schutz der gefährdeten Art.

Sandeidechsen, die in Deutschland streng geschützt sind, haben einen Großteil ihres ursprünglichen Lebensraums entlang der Weser verloren. Im Laufe der Zeit wichen sie auf Ersatzstandorte aus, wobei im Kreis Herford nur noch wenige Populationen existieren – vor allem in Vlotho. Eine frühere Umsiedlung während der Sanierung von Schloss Vlotho verlief erfolgreich: 2025 wurde dort bereits eine erfolgreiche Fortpflanzung bestätigt.

Das neue Projekt wird den Hang in ein strukturiertes Biotop verwandeln, das ideal auf die Bedürfnisse der Eidechsen zugeschnitten ist. Im oberen Bereich entstehen flache, terrassierte Erdwälle, die Sonnenplätze, Eiablageflächen und Versteckmöglichkeiten bieten. Der untere Hang in Richtung Coringenweg wird dagegen zu artenreichen Magerwiesen umgestaltet, die Insekten und anderen Wildtieren Lebensraum bieten.

Als Ausgleich für den Verlust an Waldfläche wird der Kreis auf einer 3.000 Quadratmeter großen Fläche in Vlotho-Exter Aufforstungen vornehmen. Während der Bauarbeiten bleibt der Coringenweg unter dem Schloss gesperrt; eine Umleitung führt über den Apothekerweg.

Ziel des Vorhabens ist es, den Sandeidechsen in der Region durch die Neuschaffung ihrer bevorzugten warmen, offenen Landschaften eine Zukunft zu sichern. Der Baubeginn ist für das Spätjahr 2025 geplant, wobei das neue Habitat sowohl den Eidechsen als auch der heimischen Artenvielfalt zugutekommen soll. Die Sperrung des Coringenwegs bleibt bis zum Abschluss der Arbeiten bestehen.

Quelle