Siegburg: Polizei entdeckt lebensgefährliche Kindersitz-Mängel bei Routinekontrolle
Hans-Helmut RuppersbergerSiegburg: Polizei entdeckt lebensgefährliche Kindersitz-Mängel bei Routinekontrolle
Routine-Kontrolle in Siegburg deckt schwere Sicherheitsmängel auf
Bei einer Verkehrskontrolle in Siegburg am Mittwoch, dem 5. November, wurden gravierende Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften aufgedeckt. Die Polizei hielt einen 20-jährigen Fahrer an, der zwei kleine Kinder ohne ordnungsgemäße Sicherung transportierte. Der Vorfall hat nun Geldstrafen und mögliche strafrechtliche Konsequenzen zur Folge.
Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass zwei Kinder – drei und sechs Jahre alt – unzureichend gesichert waren. Bei einem Kind war der Brustgurt locker, das andere saß in einem ungeeigneten Sitz, der lediglich mit einem Beckengurt befestigt war. Nach deutschem Recht müssen Kinder unter zwölf Jahren oder kleiner als 1,50 Meter in einem zugelassenen Kindersitz transportiert werden.
Der Fahrer gab zu, keinen gültigen Führerschein zu besitzen. Daraufhin erhielt er sofort ein Bußgeld wegen der Verstöße gegen die Sicherungspflicht und muss sich nun wegen Fahrens ohne Führerschein vor Gericht verantworten.
Auch der 50-jährige Halter des Fahrzeugs sieht sich mit Anklagen konfrontiert. Die Behörden werfen ihm vor, entweder das Fahren ohne Führerschein geduldet oder sogar angewiesen zu haben.
Die Polizei wies darauf hin, dass Sicherheitsgurte stets korrekt angelegt werden müssen – selbst auf kurzen Strecken.
Der Fall wird nun gerichtlich weiterverfolgt. Der Fahrer muss sich sowohl wegen des Verstoßes gegen die Führerscheinpflicht als auch wegen der Kindersicherungsmängel verantworten. Gleichzeitig drohen auch dem Halter des Fahrzeugs Konsequenzen für seine Rolle in dem Vorfall.






