Duisburgs dunkles Geheimnis: Unbekannte NS-Verbrechen kurz vor Kriegsende

Rebekka Ullrich
Rebekka Ullrich
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Eine große Anzahl rechteckiger Betonplatten höchsten variierender Höhe, die in einem Gittermuster angeordnet sind und eine ernste Atmosphäre am Holocaust-Mahnmal in Berlin, Deutschland, schaffen.Rebekka Ullrich

Duisburgs dunkles Geheimnis: Unbekannte NS-Verbrechen kurz vor Kriegsende

Ein wenig bekanntes Kapitel der Duisburger Geschichte wird in einem bevorstehenden Vortrag beleuchtet. Der Historiker Thorsten Fischer spricht über die sogenannten "Endphasenverbrechen", die in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs begangen wurden. Die Veranstaltung findet am 8. März 2023 im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg statt.

Ende März und Anfang April 1945 ließ der Duisburger Polizeichef Franz Bauer38 Menschen ohne Prozess hinrichten. Die Opfer wurden in einem Massengrab auf dem Waldfriedhof verscharrt. Nach der Befreiung der Stadt am 12. April 1945 entdeckten alliierte Truppen die Stelle und bestatteten die Leichen auf dem König-Heinrich-Platz um.

Die Gräber wurden in der Bevölkerung als "Russengräber" bekannt – ein sichtbares Mahnmal der NS-Verbrechen. Der amerikanische Stadtkommandant bestand später darauf, die Stätte als würdigen Friedhof zu erhalten. In Deutschland gibt es keine weiteren dokumentierten Massengräber aus dieser späten Kriegsphase, obwohl ähnliche Verbrechen anderswo in Europa verübt wurden.

Der Vortrag beginnt um 15 Uhr, der Eintritt ist im Museumseintritt enthalten: 4,50 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder und Ermäßigte.

Fischers Ausführungen werfen Licht auf eine dunkle, aber selten thematisierte Episode der Duisburger Vergangenheit. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich mit dem Umgang der Stadt mit ihrem Kriegsvermächtnis auseinanderzusetzen. Die Zuschauer erfahren Details über die Hinrichtungen, die Exhumierungen und die langfristigen Folgen für die Gemeinschaft.

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