Marl gedenkt der Kriegsopfer mit Mut zur historischen Verantwortung
Marl gedenkt der Kriegsopfer mit Mut zur historischen Verantwortung
Am Volkstrauertag versammelten sich Bürgermeister Thomas Terhorst und rund 100 Bürgerinnen und Bürger auf dem Creiler Platz in Marl, um der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken. Die Veranstaltung markierte den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, wobei das diesjährige Motto "Verantwortung und Erinnerung" im Mittelpunkt stand.
Ein Kranz wurde am Bonhoeffer-Denkmal vor dem Rathaus von Terhorst und Benedikt Stelthove niedergelegt. Die Feierlichkeit umfasste Reden, Musik und Reflexionen über die Vergangenheit, die die Anwesenden dazu aufriefen, sich mit Mut der Geschichte zu stellen.
Bürgermeister Terhorst eröffnete die Gedenkveranstaltung, indem er den Tag als einen des Trauerns, der Demut und des Engagements bezeichnete. Er betonte, dass das Erinnern an die Vergangenheit bedeutet, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Mit einem Zitat des Philosophen George Santayana warnte er davor, dass das Vergessen der Geschichte die Gefahr berge, ihre Schrecken zu wiederholen.
Benedikt Stelthove griff diesen Gedanken auf und mahnte die Versammelten, das Gedächtnis nicht verblassen zu lassen. Er sprach von der Notwendigkeit, Schuld einzugestehen und Leid mit Ehrlichkeit anzuerkennen. Im Anschluss an die Reden folgte ein musikalischer Beitrag der Saxophonistin Rebecca Hoppe, die Hymnen wie Jerusalem, Näher, mein Gott, zu dir und Bleib bei mir spielte.
Unter den Teilnehmenden befanden sich auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr Marl-Lenkerbeck, die von ihrem Besuch der Außenstelle des Konzentrationslagers Flossenbürg berichteten. René Vadder, ein Jugendwart, beschrieb die emotionale Last, auf demselben Weg zu gehen, den Häftlinge täglich gezwungen waren zu marschieren. Sein Bericht verleiht den Reflexionen des Tages eine persönliche Dimension.
Die Veranstaltung in Marl war Teil der bundesweiten Gedenkfeiern. Städte wie Heidelberg, Porta Westfalica und Augsburg veranstalteten eigene Programme – von der Würdigung behinderter Opfer über wochenlange Bildungsreihen bis hin zu antifaschistischen Kundgebungen. Alle hatten das Ziel, die Lehren des Jahres 1945 wachzuhalten.
Die Feier schloss mit einem erneuten Appell, die historische Verantwortung zu wahren. Der Kranz am Bonhoeffer-Denkmal stand als Symbol der Erinnerung, während Reden und Musik die Botschaft unterstrichen: Erinnerung ist nicht passiv, sie verlangt nach Handeln. Für die Anwesenden war der Tag zugleich eine Ehre und eine Aufforderung, das Gewicht der Vergangenheit in die Zukunft zu tragen.
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