ZVEI skizziert Meilensteine für ein flexibleres Stromnetz bis 2027

Laurenz Mühle
Laurenz Mühle
2 Min.
Eine lange Reihe von Servern in einem Rechenzentrum mit elektronischen Geräten in den Racks und Leuchten oben.Laurenz Mühle

ZVEI skizziert Meilensteine für ein flexibleres Stromnetz bis 2027

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hat zentrale Schritte skizziert, um die Flexibilität und Transparenz des deutschen Stromnetzes zu verbessern. Auf dem Climate Solution Forum im Rahmen der E-world energy & water in Essen betonten Experten die Notwendigkeit einer schnelleren Umsetzung von Steuerungssystemen und strengerer technischer Standards.

Nun geht es darum, Pilotprojekte in großflächige Lösungen zu überführen – mit einem entscheidenden Schub ab 2026.

Der ZVEI nannte zwei zentrale Prioritäten für ein effizienteres Stromnetz. Erstens muss der Ausbau von Steuerungssystemen in den Verteilnetzen beschleunigt werden. Diese Systeme gelten als entscheidend für die Integration erneuerbarer Energien und dezentraler Einspeisungen, wobei konkrete Zahlen zu Pilotvorhaben bis Ende 2025 noch unklar sind.

Zweitens steht die Einführung des Digitalen Produktpasses 4.0 (DPP4.0) an. Dieses Rahmenwerk soll ein zuverlässiges, durchgängiges Datensystem schaffen, das den gesamten Lebenszyklus eines Produkts abbildet. Sein Erfolg hängt von der praktischen Anwendung, breiter Branchenunterstützung und der Einbindung in einen interoperablen digitalen Raum ab.

Experten forderten zudem strengere technische Standards und eine bessere Abstimmung zwischen den Komponenten. Die Schließung von Integrationslücken und das Überwinden isolierter Pilotprojekte wurden als unverzichtbar eingestuft. Ohne klare Schnittstellen und stabile Regularien bleibe ein wirklich widerstandsfähiges und flexibles Energiesystem unerreichbar.

Die technologische Grundlage für ein leistungsfähiges Netz ist bereits vorhanden. Doch Tempo, Standardisierung und konsequente Umsetzung werden darüber entscheiden, ob die Ziele für 2027 erreicht werden.

Ab 2026 beginnt die nächste Phase mit einem beschleunigten Ausbau der Steuerungssysteme und einer breiteren Einführung des DPP4.0. Diese Maßnahmen sollen spürbare Fortschritte bei der Netzflexibilität und Datentransparenz bringen.

Damit der Plan gelingt, müssen Hersteller, Nutzer und Regulierungsbehörden an einem Strang ziehen. Ziel ist ein effizienteres, datengestütztes Stromnetz, das die Energiewende in Deutschland unterstützt.

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