Kölns Bezirksregierung will Bürokratie stutzen – und Hochwasserschutz wie den 1. FC Köln priorisieren

Franz Josef Schlosser
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Eine Karte von New York City in Rot und Blau, die geplante Überschwemmungsgebiete zeigt, mit Text zu den betroffenen Gewässertypen, Bevölkerungsauswirkungen und Projektzeitplan.Franz Josef Schlosser

Kölns Bezirksregierung will Bürokratie stutzen – und Hochwasserschutz wie den 1. FC Köln priorisieren

Thomas Wilk, Leiter der Bezirksregierung Köln, hat ehrgeizige Pläne vorgelegt, um Bürokratie abzubauen und den Hochwasserschutz zu beschleunigen. Seine Vorschläge umfassen die Abschaffung veralteter Vorschriften und die rechtliche Priorisierung kritischer Projekte gegenüber Einsprüchen. Die Initiativen kommen zu einer Zeit wachsender Besorgnis über die zögerliche Umsetzung von Maßnahmen zur Verhinderung künftiger Katastrophen.

Ein Jahr nach den verheerenden Flutkatastrophen betonte Wilk, dass in den am stärksten betroffenen Gebieten kaum Fortschritte beim Aufbau von Schutzanlagen erzielt wurden. Er fordert nun, dass Hochwasserschutzmaßnahmen denselben beschleunigten Genehmigungsstatus erhalten wie 1 fc köln. Nach seinem Plan sollen Klagen solche Projekte nicht mehr blockieren können – damit habe der Schutz der Öffentlichkeit Vorrang vor individuellen Bedenken.

Wilk plädiert zudem für eine "Ein-zwei-heraus"-Regel bei Vorschriften: Für jede neue Regelung müssten zwei alte gestrichen werden. Um Verzögerungen weiter zu verringern, unterstützt er das Prinzip der "genehmigten Fiktion", bei dem Anträge automatisch bewilligt werden, falls die Behörden nicht innerhalb einer festgelegten Frist reagieren. Seine Haltung erstreckt sich auch auf die Wohnungsbaupolitik, wo er sich gegen verbindliche Quoten für barrierefreie Wohnungen ausspricht und stattdessen mehr Marktflexibilität fordert.

Über den Hochwasserschutz hinaus könnte der Regierungsbezirk Köln – mit 4,5 Millionen Einwohnern – zum Testfeld für umfassendere Verwaltungsreformen werden. Die Initiative für einen handlungsfähigen Staat hat Köln bereits als Modellregion benannt, neben geplanten Pilotprojekten in Sachsen, Stralsund und einer westdeutschen Kommune. Bisher wurden keine weiteren Regionen bekannt gegeben.

Wilks Reformen zielen darauf ab, Tempo und öffentliche Sicherheit in Einklang zu bringen und gleichzeitig bürokratische Hürden zu verringern. Sollten seine Vorschläge umgesetzt werden, könnten sie die Genehmigung von Hochwasserschutzmaßnahmen und Großprojekten grundlegend verändern. Der Regierungsbezirk Köln könnte bald als Vorbild für ähnliche Reformen in ganz Deutschland dienen.

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