Wildschweingehege am Hohenstein: Stadtrat entscheidet über Zukunft des umstrittenen Geländes

Hans-Helmut Ruppersberger
Hans-Helmut Ruppersberger
2 Min.
Ein Wildschwein, das über einen Parkplatz neben einem Wald läuft, mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund.Hans-Helmut Ruppersberger

Wildschweingehege am Hohenstein: Stadtrat entscheidet über Zukunft des umstrittenen Geländes

Die Zukunft des Wildschweingeheges am Hohenstein in Witten steht zur Debatte

Seit Juli 2025 steht das Gehege am Hohenstein leer, nachdem die letzten acht Tiere getötet wurden. Nun muss der Stadtrat auf seiner Sitzung am 23. Februar 2026 entscheiden, wie es mit dem Gelände weitergeht.

Das Gehege wurde geschlossen, nachdem die Behörden die letzten Wildschweine entfernt hatten. Jahrelang hatte eine Überpopulation dazu geführt, dass jährlich mindestens zehn Tiere getötet werden mussten. Die Verwaltung argumentierte, dass die reine Zurschaustellung von Wildschweinen nicht mehr den modernen Standards im Umgang mit Wildtieren entspreche – schließlich leben die Tiere heute frei in Wittens Wäldern.

Drei politische Parteien haben unterschiedliche Vorstellungen für die Zukunft des Geländes. Die AfD fordert, das Gehege so schnell wie möglich mit neuen Wildschweinen zu bestücken. Die CDU bezeichnet den Ort hingegen als "touristisches Juwel" mit großer emotionaler Bedeutung für die Bevölkerung und schlägt vor, die Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungsfindung über die künftige Nutzung einzubinden. Die SPD unterstützt den CDU-Vorschlag einer Bürgerbeteiligung.

Die Verwaltung selbst hat einen eigenen Plan: Sie möchte das Gelände in eine "experimentelle Forstzone" umwandeln, indem sie seltene Baumarten pflanzt. Damit würde das Areal sinnvoll genutzt und gleichzeitig sein natürlicher Charme bewahrt.

Offizielle Besucherzahlen aus der Zeit vor der Schließung wurden nicht veröffentlicht, sodass unklar bleibt, wie beliebt das Gehege tatsächlich war.

Die Entscheidung des Stadtrats am 23. Februar wird die nächste Phase des Geländes prägen. Falls der Vorschlag einer Bürgerbeteiligung angenommen wird, könnte diese die Neugestaltung lenken – oder das Areal wird zum Versuchsfeld für seltene Baumarten. Der AfD-Vorstoß, Wildschweine wieder anzusiedeln, würde hingegen eine Rückkehr zum ursprünglichen Zweck des Geheges bedeuten.

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